Schering Stiftung

Werk 

Morgan O’Hara

„Live Transmissions“ (1989)

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Morgan O'Hara, „Movement of the hands and feet of Hermann Nitsch performing on the organ / part I / 29 October 1994 / Anthology Film Archive, New York City“, aus der Serie: „Live Transmissions“, 1994, Bleistift auf Papier, 35,7 x 43, 1 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

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Morgan O'Hara, „Movement of the hands and feet of Hermann Nitsch performing on the organ / part I / 29 October 1994 / Anthology Film Archive, New York City“, aus der Serie: „Live Transmissions“, 1994, Bleistift auf Papier, 35,7 x 43, 1 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

Morgan O'Hara, „Hand movement of pianist Cecil Taylor performing at The Knitting Factory, New York City / May 1996“, aus der Serie: „Live Transmissions“, 1996, Bleistift auf Papier, 35,7 x 43,1 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

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Morgan O'Hara, „Hand movement of pianist Cecil Taylor performing at The Knitting Factory, New York City / May 1996“, aus der Serie: „Live Transmissions“, 1996, Bleistift auf Papier, 35,7 x 43,1 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

 

In ihren Zeichnungen erfasst die US-amerikanische Künstlerin Morgan O’Hara die Bewegungen von Menschen durch Zeit und Raum. 1981 nahm sie die Arbeit an der Werkserie Live Transmissions auf. Sie besuchte Tanzaufführungen von Pina Bausch oder der Merce Cunningham Dance Company, Konzerte und Performances von Künstler*innen wie Hermann Nitsch oder erfasste die Arbeitsabläufe von Handwerker*innen und Wissenschaftler*innen oder das freie Spiel von Kindern.

1989 veränderte sich die Zeichentechnik und die Künstlerin begann beidhändig zu zeichnen, oftmals gleichzeitig mit bis zu 20 Bleistiften, die sie in beiden Händen hält und dabei fähig ist, jeden Stift einzeln zu bewegen.

In Live Transmissions hält O’Hara die Bewegungen von Performer*innen in abstrakten Linienzeichnungen fest, die sie während der Aufführung anfertigt. Durch ihre besondere Zeichentechnik überführt sie das Gesehene in dichte, dynamische Liniengefüge, die von mal weichen und hellen, mal harten und farblich nuancierten Setzungen geprägt sind.

Die Zeichenkunst O’Haras basiert auf der präzisen Beobachtung dessen, was die Künstlerin sieht, nämlich die Bewegungen der Tänzer*innen oder der Musiker*innen, die fingerfertig auf ihren Instrumenten musizieren. Dennoch sind die Zeichnungen nicht als Dokumentation einer Veranstaltung zu verstehen, sondern vielmehr als eigene Werke, die die Linie in den Vordergrund stellen und der Leistung der Performer*innen Tribut zollen.

 

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