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Salon in der Komischen Oper Berlin

Salon in der Komischen Oper Berlin
Foto: Jan Windszus Photography

Vergiss mein nicht – Salon über Vergessen und Erinnern

Salon in der Komischen Oper Berlin
Foto: Jan Windszus Photography

Vergiss mein nicht – Salon über Vergessen und Erinnern

Termin:

03.05.2021, 19:30–21 Uhr

Jetzt als Stream hier abrufbar


Nicht erst seit der Datenschutz-Grundverordnung sprechen wir von einem Recht darauf, vergessen zu werden. Doch geht das überhaupt so einfach – vergessen werden? Wie löscht man seine Daten und seinen Fußabdruck in der (digitalen) Welt aus? Werden wir nicht stattdessen ständig aufgefordert, uns an unsere eigene Geschichte zu erinnern?

Und mit dem menschlichen Gehirn ist es nicht viel anders als mit dem Internet: Auch in unserem Kopf ist altes Wissen hartnäckig, permanent müssen wir liebgewonnene Automatismen vergessen und durch neue ersetzen. Können wir überhaupt vergessen, oder müssen wir vielmehr den Abruf der Information hemmen? Andererseits: Wie dauerhaft sind die physiologischen und digitalen Speichermöglichkeiten tatsächlich? Ist die Halbwertszeit eines digital gespeicherten Manuskripts nicht viel geringer als die eines analogen Buches? Und haben diese beschränkten digitalen Erinnerungskapazitäten womöglich Einfluss auf unser kulturelles Gedächtnis, ja gar auf das Erinnerungsvermögen unseres Gehirns? Was bleibt vom Leben – ohne kulturelle Erinnerung? Und ist bzw. war Theater nicht sogar das vergänglichste Speichermedium aller Zeiten?

 

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"Vergiss mein nicht"
Digitaler Salon über Vergessen und Erinnern in der Komischen Oper Berlin

3. Mai 2021

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Programmflyer zum Salon 2020/21

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Die Sprecher*innen 

Prof. Dr. Aleida Assmann

Literatur- und Kulturwissenschaftlerin

Aleida Assmann ist Literatur- und Kulturwissenschaftlerin. Studium der Anglistik und Ägyptologie in Heidelberg und Tübingen, 1993 - 2014 Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz, zahlreiche Gastprofessuren im In- und Ausland. Sie erhielt zusammen mit ihrem Mann Jan Assmann den Balzan Preis 2017 für ihre Forschungen zum Kulturellen Gedächtnis und 2018 ebenfalls zusammen mit Jan Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschienen: Formen des Vergessens (2016), Menschenrechte und Menschenpflichten. Schlüsselbegriffe für eine humane Gesellschaft (2018), Der europäische Traum. Vier Lehren aus der Geschichte (2018).

Prof. Dr. Nikolai Axmacher

Professor für Neuropsychologie

Nikolai Axmacher studierte Philosophie an der Freien Universität Berlin und Medizin an der Charité Berlin und promovierte dort 2005 am Institut für Physiologie. Von 2004 bis 2011 war er als klinischer Forscher in der Abteilung für Epileptologie der Universitätsklinik Bonn tätig und schloss 2009 seine Habilitation in Kognitiver Neurowissenschaft ab. Seit 2011 leitete er eine Emmy-Noether-Gruppe in der Epileptologie und eine Nachwuchsgruppe am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Bonn. 2014 folgte er dem Ruf auf die Professur für Neuropsychologie an die Ruhr-Universität Bochum. Nikolai Axmacher ist gewähltes Mitglied der Memory Disorders Research Society, Advisory Board Member der Transfakultären Forschungsplattform Molekulare und Kognitive Neurowissenschaften der Universität Basel und Vorstandsmitglied im Research Department of Neuroscience der Ruhr-Universität Bochum.

Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

Komische Oper Berlin
Gegenbauer Facility Management

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