Schering Stiftung

Symposium 

Prof. Dr. Reinhard Kurth

Prof. Dr. Reinhard Kurth
Foto: RKI, Ossenbrink

From Viruses to Vaccines

Prof. Dr. Reinhard Kurth
Foto: RKI, Ossenbrink

From Viruses to Vaccines

Termin:

30.11.2012

Veranstaltungsort:

Robert Koch-Institut
Berlin

Weitere Informationen zu dem Symposium erhalten Sie bei:
Andrea Bölling
Projektmanagerin Wissenschaft
boelling@scheringstiftung.de
030-20 62 29 60


Es gibt drei Retrovirusfamilien des Menschen: die Humanen Immundefizienzviren (HIV), die Humanen T-lymphotropen Viren (HTLV), die eine besondere Form von Blutkrebs auslösen können, und die Humanen Endogenen Retroviren des Menschen (HERV), die sich bereits während der Evolution in das Erbgut integriert haben und wie Gene von Generation zu Generation weitergegeben werden. Retroviren sind anders als andere Viren. Sie bauen ihre Gene in das Erbmaterial der infizierten Zellen ein und bleiben dort, bis ein Signal die Virusvermehrung anstößt. Das bekannteste Retrovirus ist HIV, das die Immunschwächeerkrankung AIDS auslöst.

Alle drei Retrovirusfamilien sind, mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung, von Prof. Dr. Reinhard Kurth und seinen Mitarbeitern untersucht worden. Am 30. November 2012 wird Reinhard Kurth 70. Freunde und Wegbegleiter, Kollegen und Mitstreiter treffen sich aus diesem Anlass zu einem Symposium im Robert Koch-Institut, um mit ihren Beiträgen sein wissenschaftliches Werk „From Viruses to Vaccines“ nachzuverfolgen und ihn zu ehren. Besonders gewürdigt werden auch sein erfolgreiches Wirken in mehreren Bundesinstituten sowie seine langjährige Tätigkeit in der Beratung von Ministerien und Gesundheitsbehörden.

Mittelpunkt von Kurth’s wissenschaftlichem Interesse war die funktionelle Charakterisierung der endogenen Retroviren des Menschen, die Entwicklung eines HIV-Impfstoffes und die Untersuchung von endogenen Retroviren des Schweins, die möglicherweise bei einer zukünftigen Xenotransplantation von Schweinegewebe oder -organen auf den Menschen Schaden anrichten könnten. Reinhard Kurth wurde mit zahlreichen wissenschaftlichen Preisen ausgezeichnet, 1998 wurde er in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften berufen, seit 2008 ist er Mitglied der Leopoldina. Im Jahr 2005 erhielt er das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für besondere Leistungen in der Wissenschaft und erfolgreiches Wirken in mehreren Bundesinstituten, insbesondere am Paul-Ehrlich-Institut in Langen und an dem Berliner Robert Koch-Institut. Seit 2008 ist Reinhard Kurth Stiftungsratsvorsitzenden der Schering Stiftung.

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