Schering Stiftung

Ausstellung 


Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald

Laufzeit:

27.04. – 26.08.2018

Öffnungszeiten:

Di–Sa 14–18 Uhr
Mo, So und Feiertage: geschlossen

Veranstaltungsort:

Tieranatomisches Theater (TA T)
Raum für forschende Ausstellungspraxis
Humboldt-Universität zu Berlin
Philippstraße 12/13 | 10115 Berlin

Eintritt frei

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Mit „Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald“ verwandelt sich das Tieranatomische Theater in den bedrohten Lebensraum Wald. In der Ausstellung werden tradierte Bilder von Natur angesichts von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel in Frage gestellt. Verschwindende Vermächtnisse lädt zur Beschäftigung mit Naturbildern und deren Wandlung ein. Sie zieht Verbindungen von den Expeditionen des Naturforschers Alfred Russel Wallace im 19. Jahrhundert zu aktuellen Umweltveränderungen in Südostasien und dem Amazonasgebiet. Zeitgenössische Werke und Assemblagen werden zu historischen zoologischen und botanischen Objekten in Kontext gesetzt.

Die künstlerischen Positionen von internationalen KünstlerInnen wie Maria Thereza Alves, Mark Dion und Robert Zhao Renhui widersprechen einem romantischen Bild unberührter Natur. Sie fragen stattdessen nach den Vermächtnissen, die bleiben, angesichts des fortschreitenden Verlustes hochkomplexer Ökosysteme. 13 Installationen, Fotografien, Filme, Skulpturen und Sammlungspräparate reflektieren unvergleichliche Artenvielfalt im Spannungsfeld von Wissenschaft und Monokultur.
Ein besonderes Highlight ist das digitale 3D-Rendering des Schädels eines Sumatra-Nashorns. Das Exponat zeigt das Spannungsverhältnis von wissenschaftlicher Erkenntnis und Entnaturalisierung. Als CT-Scan dient der Schädel der Wissenschaft, doch macht er zugleich auf die Situation dieser von der Ausrottung bedrohten Tierart aufmerksam. Viele der künstlerischen Arbeiten wurden eigens für die Ausstellung entwickelt. Auf Borneo, Java und Sumatra führten die FotografInnen Armin Linke und Giulia Bruno gemeinsam mit den KuratorInnen Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin zahlreiche Interviews mit Anwohnern, Plantagenarbeitern, Kleinbauern, Umweltschützern, Regierungsbeamten und Wissenschaftlern. Daraus entstanden ist ein filmisches Dokument, das die Geschwindigkeit reflektiert, mit der sich Indonesien gegenwärtig in eine Palmöl-Nation verwandelt – inmitten von gewaltigen Torfmoorbränden.

Teilnehmende KünstlerInnen

Maria Thereza Alves, Ari Bayuaji, Bik Van der Pol, Shannon Lee, Castleman/Mobile Ecologies, Revital Cohen & Tuur van Balen, Mark Dion, Radjawali Irendra/Akademi Drone Indonesia, Armin Linke mit Giulia Bruno und Giuseppe Ielasi, Barbara Marcel, Julian Oliver & Crystelle Vu, PetaBencana.id, Robert Zhao Renhui/The Institute of Critical Zoologists, SHIMURAbros, Paulo Tavares/autonoma.

Ein vielseitiges Programm mit Führungen, Vorträgen, Filmabenden und anderen Abendveranstaltungen begleitet die Ausstellung.

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald ist ein dreiteiliges Projekt von Anna-Sophie Springer und Etienne Turpin. Die Wanderausstellung wird vom Centrum für Naturkunde (CeNak) an der Universität Hamburg realisiert, wo sie 2017 zu sehen war. 2018 werden adaptierte Versionen bei den Projektpartnern gezeigt; vom 27. April bis 26. August 2018 im Tieranatomischen Theater (TA T) der Humboldt-Universität zu Berlin und vom 20. Oktober bis 14. Dezember 2018 im Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Halle/Saale. Der Ausstellungszyklus ist eine Kooperation mit der Schering Stiftung und dem Goethe-Institut. Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

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Verschwindende Vermächtnisse 

Verschwindende Vermächtnisse: Die Welt als Wald 

Ausstellung — 20.10. – 14.12.2018

In der Ausstellung werden tradierte Bilder von Natur angesichts von Artensterben, Entwaldung und Klimawandel in Frage gestellt.

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Ausstellung — 10.11.2017 – 29.03.2018

Zeitgenössische künstlerische Positionen, aktuelle Forschungsergebnisse und historisches Archivmaterial aus naturkundlichen Sammlungen weltweit befragen das Erbe des europäischen Kolonialismus in den Tropen.

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