Schering Stiftung

PreisträgerIn 

Anna Daučíková: Kunstpreis der Schering Stiftung 2018/ Art Award 2018

Anna Daučíková: Kunstpreis der Schering Stiftung 2018/ Art Award 2018
Foto: Juraj Bartoš, 2017

Anna Daučíková

Kunstpreis der Schering Stiftung 2018

Anna Daučíková: Kunstpreis der Schering Stiftung 2018/ Art Award 2018
Foto: Juraj Bartoš, 2017

Anna Daučíková

Kunstpreis der Schering Stiftung 2018

Preisträgerausstellung:
07.06. – 25.08.2019

KW Institute for Contemporary Art
Auguststr. 69, 10117 Berlin

Eröffnung der Ausstellung:
06.06.2019


Anna Daučíková ist als Preisträgerin des Kunstpreises der Schering Stiftung 2018 ausgewählt worden.

Anna Daučíková wurde 1950 in Bratislava geboren. Sie studierte bei Vaclav Cigler, der das Institut für Glasdesign an der Academy of Fine Arts and Design in Bratislava leitete. Nach ihrem Abschluss im Jahr 1978 zog sie nach Moskau, wo konzeptuell-malerische und fotografische Werke entstanden. 1991 kehrte Daučíková nach Bratislava zurück und war Mitbegründerin des feministischen Queer-Magazins Aspekt. Seitdem arbeitete sie zunehmend performativ und mit dem Medium Video und setzte sich zudem für die Rechte der LGBTQ- Gemeinschaft in der Slowakei ein.

Ihre Wahl aus insgesamt 15 nominierten Künstlerinnen und Künstlern begründet die Jury wie folgt:

„In der Arbeit von Anna Daučíková verbinden sich auf innovative Weise Überlegungen zur Rolle und Bedeutung der gestalterischen Moderne in der osteuropäischen Gesellschaft mit Identitätsfragen. Im unterschiedslosen Übergang von Fiktion zu historischen Fakten, die auf Archivarbeit basieren, wird bewusst eine neue Form von Geschichtsschreibung praktiziert, die stereotype Vorstellungen unterwandert. Geflieste Fassaden, wie sie an sowjetischen Staatsbauten in der Ukraine zu finden sind, untersucht die Künstlerin ebenso wie die Indienstnahme der revolutionären Werke Tolstois und Dostojewskis für Putins Staatsideologie, wobei Daučíková stets die Erzählung im Zerrspiegel persönlicher Erfahrungen reflektiert, ohne sie einem voyeuristischen Blick preiszugeben. Anna Daučíková verleiht dieser Art der Verschränkung von erlebter und erzählter Geschichte mit einer einzigartigen künstlerischen Sprache Ausdruck, die mit dieser Auszeichnung erstmals in einer größeren Werkschau präsentiert und gewürdigt wird.

In den vergangenen Jahren wurden einzelne Arbeiten von Daučíková international ausgestellt, darunter im Neubauer Collegium for Culture and Society, Chicago (US), 2018, auf der documenta 14, Athen (GR) und Kassel (DE), 2017, auf der Kyiv Biennale, Kiew (UA), 2015 sowie im Rahmen der Manifesta 10 in Sankt Petersburg (RU), 2014. Zuvor waren ihre Arbeiten 2009 in den Gruppenausstellungen Gender Check – Rollenbilder in der Kunst Osteuropas in der Nationalen Kunstgalerie Zachęta, Warschau und im mumok | Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien sowie in Ars Homo Erotica, die 2010 im Nationalmuseum Warschau stattfand, zu sehen, wo sie heftige öffentliche Proteste auslösten.

Folgende Kuratorinnen und Kuratoren waren eingeladen, je eine Künstlerin bzw. einen Künstler zu nominieren: Diana Campbell Betancourt (BD), Erin Christovale (US), Dorothée Dupuis (FR/MX), Mai Abu ElDahab (BE), Elena Filipovic (CH), Anna Gritz (DE), Virginija Januškevičiūtė (LT), Valérie Knoll (CH), Quinn Latimer (GR), Sarah Lehrer-Graiwer (US), Balthazar Lovay (CH), Kiki Mazzucchelli (BR/GB), Manuela Moscoso (MX), Jenifer Papararo (CA), and Pip Wallis (AU).

Die Einzelausstellung von Anna Daučíková in den KW Institute for Contemporary Art wird von Anna Gritz kuratiert und am 6. Juni 2019 eröffnet (Laufzeit bis 25. August 2019).

 

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Presseinformation zum Download 

Jury 

Charlotte Klonk studierte Kunstgeschichte an den Universitäten von Hamburg und Cambridge. Nach ihrer Promotion war sie Junior Research Fellow am Christ Church College, Oxford University, und Lecturer an der University of Warwick. Seit 2011 ist sie Professorin für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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Ute Meta Bauer ist Kuratorin und Gründungsdirektorin des NTU Centre for Contemporary Art Singapur und Professorin an der School of Art, Design and Media der Nanyang Technological University (NTU). Zuvor war sie Professorin und Dekanin für Bildende Kunst am Royal College of Art (London) und Gründungsdirektorin des Programms Art, Culture and Technology (ACT) der School of Architecture and Planning (Massachusetts Institute of Technology/Cambridge, USA).

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Rossella Biscotti, geboren 1978 in Italien, nutzt die Montage als Geste, um individuelle Narrative und ihre Beziehung zur Gesellschaft zu enthüllen. In ihrer medienübergreifenden Praxis, die sich über Film, Performance und Skulptur erstreckt, erforscht und rekonstruiert sie verdunkelte Momente der jüngsten Zeit, oft vor dem Hintergrund staatlicher Institutionen. Seit einem Jahrzehnt lebt und arbeitet sie zwischen den Niederlanden und ihren Forschungsorten. Biscotti nimmt derzeit am Artists-in-Berlin-Programm des DAAD in Berlin teil.

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Partner 

Der Kunstpreis der Schering Stiftung wird in Kooperation mit den KW Institute for Contemporary Art realisiert.
Das Programm der KW Institute for Contemporary Art wird ermöglicht durch die Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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