
21.10. – 21.10.2025, 18–21 Uhr
Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin
Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung ist ausgebucht.
Der Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Im populären KI-Diskurs dominiert das Rennen um die Zukunftstechnologie, und auch vor dem Gesundheitssystem und der medizinischen Versorgung macht der Hype nicht Halt. Seit August 2024 ist die europäische KI-Verordnung – der EU AI Act – in Kraft. Sie soll den sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz künstlicher Intelligenz in der EU regeln, insbesondere medizinische Produkte gelten als Hochrisiko-Anwendungen. In ihrem Vortrag erklärt Prof. Dr. Petra Ritter, wo wir uns derzeit im Bereich der digitalen Transformation im Gesundheitssystem befinden und welche Herausforderungen im Zertifizierungsprozess von KI-Anwendungen bestehen. Denn neben einer zentralen KI-Aufsichtsbehörde fehlen bislang standardisierte Prozesse und eine verlässliche Infrastruktur, um KI-gestützte Gesundheitsanwendungen auf ihre Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nützlichkeit zu prüfen.
Das am Berlin Institute of Health (BIH) koordinierte EU-Projekt TEF-Health – Testing and Experimentation Facility for Health AI and Robotics erprobt, wie ein standardisierter Prozess für KI-Anwendungen aussehen könnte, der Bias, Sicherheit, Fairness und Transparenz prüft und anpasst.
Die Akkreditierung von KI-Produkten, die ab 2026 europaweit gesetzlich verpflichtend sein wird, müsste der Entwicklung eigentlich einen Schritt voraus sein, denn Regeln beziehen sich auf bestehende Standards. Doch mit kontinuierlichen technologischen Entwicklungen müssen ständig auch neue Parameter ausgearbeitet werden.
Diese Dynamik greifen auch kennedy+swan im Werk „The Red Queen Effect“ auf: Künstliche Intelligenz verspricht medizinischen Fortschritt und neue Erkenntnisse, aber zugleich wächst der Druck, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. In der Videoarbeit lernen wir Individuen kennen, die sich als Testpersonen für eine klinische Studie bewerben, um unter anderem an den neuesten Entwicklungen teilhaben zu können.
Im anschließenden Gespräch zwischen Prof. Dr. Petra Ritter und kennedy+swan wollen wir uns diesem Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, regulatorischer Realität und ethischen Fragestellungen widmen und fragen: Wie wollen wir unsere gesellschaftlichen Handlungsspielräume gestalten? Was bedeuten die Veränderungen für uns als Individuen und potenzielle Patient*innen, als Ärzt*innen und Entwickler*innen?
Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI
Mediathek besuchenFührung und Gespräch mit kennedy+swan und Nataša Vukajlović im Rahmen der Berlin Art Week
Panel auf der Berlin Science Week 2025
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin
Telefon: +49.30.20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de
Donnerstag bis Freitag: 14-20 Uhr
Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
Eintritt frei