Schering Stiftung

Vortrag 

Standbild aus „The Red Queen Effect“, 4-Kanal-Videoinstallation, 2025

Standbild aus „The Red Queen Effect“, 4-Kanal-Videoinstallation, 2025
Foto: kennedy+swan

Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI

Vortrag von Prof. Dr. Petra Ritter und anschließendes Gespräch mit kennedy+swan

Standbild aus „The Red Queen Effect“, 4-Kanal-Videoinstallation, 2025
Foto: kennedy+swan

Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI

Vortrag von Prof. Dr. Petra Ritter und anschließendes Gespräch mit kennedy+swan

Termin:

21.10. – 21.10.2025, 18–21 Uhr

Veranstaltungsort:

Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Eine Anmeldung ist erforderlich. Die Veranstaltung ist ausgebucht.

Der Veranstaltung findet auf Deutsch statt.


Im populären KI-Diskurs dominiert das Rennen um die Zukunftstechnologie, und auch vor dem Gesundheitssystem und der medizinischen Versorgung macht der Hype nicht Halt. Seit August 2024 ist die europäische KI-Verordnung – der EU AI Act – in Kraft. Sie soll den sicheren und vertrauenswürdigen Einsatz künstlicher Intelligenz in der EU regeln, insbesondere medizinische Produkte gelten als Hochrisiko-Anwendungen. In ihrem Vortrag erklärt Prof. Dr. Petra Ritter, wo wir uns derzeit im Bereich der digitalen Transformation im Gesundheitssystem befinden und welche Herausforderungen im Zertifizierungsprozess von KI-Anwendungen bestehen. Denn neben einer zentralen KI-Aufsichtsbehörde fehlen bislang standardisierte Prozesse und eine verlässliche Infrastruktur, um KI-gestützte Gesundheitsanwendungen auf ihre Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nützlichkeit zu prüfen.

Das am Berlin Institute of Health (BIH) koordinierte EU-Projekt TEF-Health – Testing and Experimentation Facility for Health AI and Robotics erprobt, wie ein standardisierter Prozess für KI-Anwendungen aussehen könnte, der Bias, Sicherheit, Fairness und Transparenz prüft und anpasst.

Die Akkreditierung von KI-Produkten, die ab 2026 europaweit gesetzlich verpflichtend sein wird, müsste der Entwicklung eigentlich einen Schritt voraus sein, denn Regeln beziehen sich auf bestehende Standards. Doch mit kontinuierlichen technologischen Entwicklungen müssen ständig auch neue Parameter ausgearbeitet werden.

Diese Dynamik greifen auch kennedy+swan im Werk „The Red Queen Effect“ auf: Künstliche Intelligenz verspricht medizinischen Fortschritt und neue Erkenntnisse, aber zugleich wächst der Druck, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten. In der Videoarbeit lernen wir Individuen kennen, die sich als Testpersonen für eine klinische Studie bewerben, um unter anderem an den neuesten Entwicklungen teilhaben zu können.

Im anschließenden Gespräch zwischen Prof. Dr. Petra Ritter und kennedy+swan wollen wir uns diesem Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, regulatorischer Realität und ethischen Fragestellungen widmen und fragen: Wie wollen wir unsere gesellschaftlichen Handlungsspielräume gestalten? Was bedeuten die Veränderungen für uns als Individuen und potenzielle Patient*innen, als Ärzt*innen und Entwickler*innen?

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Galerie

Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
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Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin
Veranstaltung „Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI", 21. Oktober, 2025, Schering Stiftung, Berlin

Event

Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI

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Prof. Dr. med. Petra Ritter ist Johanna-Quandt-Professorin für Gehirnsimulation am Berlin Institute of Health (BIH) und an der Charité – Universitätsmedizin Berlin, wo sie die Sektion Gehirnsimulation in der Klinik für Neurologie mit Experimenteller Neurologie leitet. Nach dem Medizinstudium an der Charité absolvierte sie klinische Stationen und Forschungsaufenthalte an führenden Institutionen in den USA, darunter Harvard, UCLA, UCSD und Mount Sinai. Ihre Promotion schloss sie 2004 in Neurowissenschaften ab, später folgte die Habilitation in Experimenteller Neurologie.

Im Zentrum ihrer Forschung steht die Entwicklung personalisierter Gehirnsimulationen, bekannt als The Virtual Brain. Dieses digitale Modell verknüpft verschiedene Datenquellen wie EEG oder fMRT und erlaubt es, neurologische Erkrankungen auf individueller Ebene zu erfassen. Ziel ist es, Therapien und Interventionen vorab virtuell zu testen und so eine präzisere, sicherere und effizientere Versorgung zu ermöglichen.

Darüber hinaus koordiniert Ritter mehrere große europäische Forschungsprojekte, darunter TEF-Health, VirtualBrainCloud und eBRAIN-Health, die sich mit der Zertifizierung von KI-Anwendungen, Dateninfrastruktur und der Entwicklung digitaler Gesundheitslösungen beschäftigen. Mit ihrer Arbeit verbindet sie neurowissenschaftliche Grundlagenforschung, klinische Anwendung und den gesellschaftlichen Diskurs über Chancen und Risiken digitaler Technologien im Gesundheitswesen.

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kennedy+swan (gegründet 2013) umfasst die Arbeit der beiden Künstler*innen Bianca Kennedy und Swan Collective. In ihrer Zusammenarbeit erforschen sie die Zukunft nicht-menschlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere, Maschinen und Menschen. Diese Utopien sind von der Vormachtstellung des Menschen befreit, beleuchten die ökologischen Vorteile hybrider Lebensformen und widmen sich dem Beziehungsgeflecht von Mensch und Biotechnologie. kennedy+swan stellen international in Galerien, Museen und auf Festivals aus, u.a. auf der Lyon Biennale, im Gropius Bau Berlin, Kunstmuseum Stuttgart, Museum der bildenden Künste Leipzig, CCBB Rio de Janeiro und beim Sundance Film Festival. 2023 waren sie Stipendiaten des Studio Quantum-Residenzprogramms des Goethe-Instituts in Irland, für 2024/25 erhielten sie das BIFOLD-Stipendium. Sie leben in Berlin.

 

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Johanna hat Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin sowie Medienwissenschaften und Philosophie am University College Maastricht und der Korea University studiert. In ihrer Arbeit untersucht sie den Einfluss neuer Technologien auf Kultur und Gesellschaft sowie die Rolle, die Kunst und Design dabei spielen können, uns kritisch und imaginativ mit Zukünften auseinanderzusetzen. Derzeit leitet sie ein Projekt zu Open-Source-Chipdesign-Infrastrukturen bei der Gesellschaft für Informatik und ist Teil der Arbeitsgruppe Art and Computation. Zuvor forschte und lehrte sie am KI Lab der HfG Offenbach, war assoziierte Forscherin in der Forschungsgruppe Public Interest AI am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft und arbeitete als Kuratorin und Programmleiterin in internationalen Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. Sie lehrte Critical AI Studies und Zukunftsforschung an der UdK Berlin, der HfG Offenbach und der Hochschule Mainz.

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Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

BIFOLD Berlin
Berlin Institute of Health (BIH)

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