Schering Stiftung

Ausstellung 

Revital Cohen & Tuur Van Balen:

Revital Cohen & Tuur Van Balen: "Sterile"
Foto: © Revital Cohen & Tuur Van Balen

Revital Cohen & Tuur Van Balen:

Revital Cohen & Tuur Van Balen: "Sterile"
Foto: © Revital Cohen & Tuur Van Balen

Revital Cohen & Tuur Van Balen:

Revital Cohen & Tuur Van Balen: "Sterile"
Foto: © Revital Cohen & Tuur Van Balen

Revital Cohen & Tuur Van Balen:

Revital Cohen & Tuur Van Balen: "Sterile"
Foto: © Revital Cohen & Tuur Van Balen

Revital Cohen und Tuur Van Balen

assemble | standard | minimal

Revital Cohen und Tuur Van Balen

assemble | standard | minimal

Laufzeit:

23.01. – 03.05.2015

Ausstellungseröffnung:

Donnerstag, 22. Januar 2015, 19–21 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Montag, 13–19 Uhr

Veranstaltungsort:

Schering Stiftung
Unter den Linden 32
10117 Berlin


assemble | standard | minimal ist die erste deutsche Einzelausstellung des Londoner Künstlerpaars Revital Cohen & Tuur Van Balen, präsentiert von der Schering Stiftung und The Arts Catalyst, kuratiert von Jens Hauser. Die Ausstellung zeigt fünf Hauptwerke der Künstler, darunter zwei neue Arbeiten: Für Sterile werden Albino-Goldfische speziell hergestellt, die ohne Fortpflanzungsorgane zur Welt kommen; sie sind nicht als Tiere, sondern als Objekte konzipiert. Im Auftrag der Künstler hat Professor Etsuro Yamaha in seinem Labor in Hokkaido, Japan, diese Goldfische in einer Auflage von 45 Exemplaren produziert. Bei Sensei Ichi-gō handelt es sich um eine Maschine, die in der Lage ist, sterile Goldfische zu erzeugen, indem sie die Handlungen und Bewegungen von Professor Yamaha in automatisierter Form wiederholt.

Die Ausstellung reflektiert unser Zeitalter der industrialisierten Prozesse und standardisierten Produk-tionstechnologien. Revital Cohen und Tuur Van Balen übersetzen die Automatisierung von Produktion und Handel – sowohl von Lebewesen als auch von Handelswaren – in performative Installationen, provokative Objekte und subtil ästhetisierte Dokumentarfilme.
Der Film Kingyo Kingdom zeigt die verschiedenen Schauplätze auf, an denen japanische Goldfische als Objekte fungieren. Ein Amateurzüchter geht durch ein von ihm für die Goldfischzucht konzipiertes und gebautes Haus. Auf einem Goldfischgroßmarkt sortieren und verpacken Händler die Bestellungen des Tages und bereiten die Goldfische in Kartons für den Versand vor. Beim jährlich stattfindenden, landesweiten Goldfischwettbewerb diskutieren professionelle Züchter und Juroren über die Designkriterien, die Idealgestalt und die Hauptrichtlinien für den Sieger-Fisch: ein Körperbau, der mit dem seiner Karpfenvorfahren nichts mehr zu tun hat.

Für 75 Watt entwarfen Revital Cohen und Tuur Van Balen ein Produkt, um es in China herstellen zu lassen. Das Objekt dient einzig und allein der Choreografie eines Tanzes, der von den Fabrikarbeitern aufgeführt wird. Der Titel bezieht sich auf die Aussage in einem Handbuch für Maschinenbauingenieure, wonach „ein Arbeiter im Laufe eines Achtstunden-Tages eine durchschnittliche Arbeits-leistung von ca. 75 Watt aufrecht erhalten kann“.

Pigeon d’Or besteht aus einer Reihe von Interventionen, die Forscher der Synthetischen Biologie und Taubenzüchter zusammenbringen mit dem Ziel, dass Tauben Seife ausscheiden. Mit Hilfe des Bio-chemikers James Chappell wurden Bakterien hergestellt, die den Stoffwechsel der Tauben verändern können. Der BioBrick – d. h. der zur Herstellung dieser Bakterien erforderliche DNA-Code – ist in der Registry of Standard Biological Parts für jedermann frei verfügbar. Besucher der Ausstellung sind eingeladen, einen Ausdruck dieses BioBricks mitzunehmen.

Im Rahmen der Pressevorbesichtigung führen die Künstler persönlich durch die Ausstellung und führen anschließend ein Gespräch mit dem Kurator der Ausstellung, Jens Hauser (auf Englisch). Zur Eröffnung gibt es ein Grußwort von Stefan H. E. Kaufmann, Vorsitzender des Stiftungsrats der Schering Stiftung und geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, sowie eine Einführung von Jens Hauser von der Universität Kopenhagen.

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Evolution in Menschenhand? 

Symposium — 13.03.2015

Das Symposium diskutiert die Entwicklungen in der Synthetischen Biologie aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

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Revital Cohen und Tuur Van Balen

Ausstellungseröffnung "assemble | standard | minimal" am 22. Januar 2015

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Einladung

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Eröffnungsrede des Kurators Jens Hauser

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Partner 

Eine Ausstellung in Kooperation mit The Arts Catalyst, London, und transmediale 2015 CAPTURE ALL, unterstützt von der Daiwa Foundation und KiiCS-Projekt im FP7-Programm der Europäischen Kommission.

Kurzbiographie 

Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Forschung stehen soziale und kulturelle Systeme, die sie in Beziehung zu biologischen und ökologischen Systemen setzt. Ihr Forschungsinteresse gilt der Bio-Art, dem Dialog von Kunst und Neurowissenschaften sowie dem Ökofeminismus. In jüngster Zeit kreiert sie Mutationen, Gewächse und Neoplasien von Organen. Dabei geht es ihr um die Transformationen, denen Körper und Sexualität durch die primär urbane, technokapitalistische Konsumgesellschaft ausgesetzt sind. Die türkische Künstlerin ist PhD-Studentin im Studiengang Media Arts and Science an der Duke University und arbeitet parallel an ihrem
Abschluss am Center for Cognitive Neuroscience. 2008 erhielt sie ihren Master of Fine Arts an der University of California, Los Angeles. Sie wurde bereits mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet, unter anderem von der MacDowell Colony, der Ucross Foundation, der Duke University und dem National Evolutionary Synthesis Center.
www.cohenvanbalen.com

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Kontakt & soziale Netzwerke

Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
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Donnerstag bis Freitag: 13-19 Uhr
Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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