Schering Stiftung

Werk 

Dieter Appelt

Sound Fields: "Partitur 10" (2006), "Partitur 2" (2010), "Brownsche Bewegung" (2011)

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Dieter Appelt, "Partitur 10 (2 Blatt)", 2006, Chinatusche und Aquarell auf Papier, Blatt 2, 27,4x 35,1 cm

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Dieter Appelt, "Partitur 10 (2 Blatt)", 2006, Chinatusche und Aquarell auf Papier, Blatt 2, 27,4x 35,1 cm
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

Dieter Appelt, "Ohne Titel, Nr. 3", 2006, Feder und Pinsel mit grauer und schwarzer Tusche, 36,4 x 46,2 cm

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Dieter Appelt, "Ohne Titel, Nr. 3", 2006, Feder und Pinsel mit grauer und schwarzer Tusche, 36,4 x 46,2 cm
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

Dieter Appelt, "Partitur 10 (2 Blatt)", 2006, Chinatusche und Aquarell auf Papier, Blatt 1, 27,4x 35,1 cm

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Dieter Appelt, "Partitur 10 (2 Blatt)", 2006, Chinatusche und Aquarell auf Papier, Blatt 1, 27,4x 35,1 cm
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

Dieter Appelt

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Dieter Appelt
Foto: Staatliche Museen zu Berlin - Kupferstichkabinett, Fotograf: Dietmar Katz

 

Dieter Appelt wurde in den 1970er Jahren zunächst durch Fotografien und Filme bekannt. Vor seiner Karriere als bildender Künstler hatte er bereits eine musikalische Ausbildung durchlaufen und war als Sänger viele Jahre an der Deutschen Oper in Berlin aktiv. Seine unbetitelten Zeichnungen aus dem Jahr 2006, die sich in der Sammlung Schering Stiftung befinden, weisen eine expressive und markante Linienführung auf, der eine kleinteilige Rasterzeichnung zugrunde liegt.

Die Blätter mit dem Titel Partitur 10 (2006) und Partitur 2 (2010) zeigen abstrakte, mit Feder und Tusche ausgeführte und übereinander angeordnete Setzungen, von denen die untere Struktur kontrolliert anmutet, während die darüberliegende expressiv und dynamisch wirkt. Die sorgfältig entwickelten Arbeiten mit ihren unterschiedlich konzipierten Linienverläufen bilden eine Art von Notation oder Klangfeld, die analog zum Titel als Partitur betrachtet werden können. Sie lassen sich als visuelle Klangbilder einordnen und in Töne übersetzen. Somit sind sie nicht als klassische Notenschrift zu verstehen, sondern als visuelle Ereignisse, aus denen heraus sich Klang entwickelt.

Doch Appelts zeichnerisches Interesse gilt auch naturwissenschaftlichen Prozessen. Bei der Arbeit Brownsche Bewegung (2011) orientiert sich der Künstler in der Linienführung an den unregelmäßigen und ruckartigen Zitterbewegungen kleinster Teilchen in Flüssigkeiten und Gasen, die der Botaniker Robert Brown im Jahr 1827 beschrieben hatte. Solche physikalischen Gesetzmäßigkeiten üben offenbar eine hohe Anziehungskraft auf den Künstler aus und motivieren ihn, sie in sein eigenes und ebenfalls von zeichnerischen Regularien geprägtes Regelwerk zu überführen.

 

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