Schering Stiftung

Werk 

Jorinde Voigt

„Deklination II“ (2008)

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Jorinde Voigt, „Deklination II, Rotation Doppelter Akustischer Impuls (N, O, S, W; Horizontale Distanz, Vertikale Distanz, Volume in %, Dauer in Sek., Loop, Rotationsrichtung, Rotationsgeschwindigkeit)“, 2008, Bleistift und Tinte auf Papier, 114,5 x 270 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

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Jorinde Voigt, „Deklination II, Rotation Doppelter Akustischer Impuls (N, O, S, W; Horizontale Distanz, Vertikale Distanz, Volume in %, Dauer in Sek., Loop, Rotationsrichtung, Rotationsgeschwindigkeit)“, 2008, Bleistift und Tinte auf Papier, 114,5 x 270 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: bpk / Kupferstichkabinett, SMB / Dietmar Katz

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Jorinde Voigt, „Deklination II, Rotation Doppelter Akustischer Impuls (N, O, S, W; Horizontale Distanz, Vertikale Distanz, Volume in %, Dauer in Sek., Loop, Rotationsrichtung, Rotationsgeschwindigkeit)“, 2008, Bleistift und Tinte auf Papier, 114,5 x 270 cm © VG Bild-Kunst, Bonn 2026
Foto: bpk / Kupferstichkabinett, SMB / Dietmar Katz
 

Die künstlerische Praxis der in Berlin lebenden Künstlerin Jorinde Voigt zeichnet sich dadurch aus, dass sie selbst ihre Zeichnungen als Denkmodelle oder Versuchsanordnungen begreift. Voigt erstellt Notationen von Gedankengängen, die sich im Werden befinden, Unfertiges einschließen und so dem noch Abwesenden zu einer bildlichen Präsenz verhelfen.

Ästhetisch werden diese Gedankengänge übersetzt in geschwungene Bögen und Linien aus feiner Tinte, durchsetzt mit schwungvoller Handschrift und zarten Bleistiftmarkierungen. In Deklination II (2008) entwickelt die Künstlerin auf nahezu drei Meter großem Papier ein Gefüge von Linien, das sich zum rechten Blattrand hin verdichtet und an den Rändern des Blattes reduziert und offen erscheint.

Das Werk gibt einen akustischen Impuls wieder, der von verschiedenen Standpunkten aus wahrgenommen und dessen Beeinflussung durch die Windrichtung und -stärke sowie Distanz und Dauer mitgedacht wird. So stimuliert die Zeichnung nicht nur die visuelle Vorstellungskraft, sondern auch das akustische Erinnerungsvermögen der Betrachter*innen.

Die Notation und bildliche Wiedergabe des Hörerlebnisses, die Voigt zu Papier bringt, ähnelt musikalischen Partituren, wie sie auch andere Künstler*innen aus der Sammlung Schering Stiftung geschaffen haben, darunter William Engelen und David Horvitz.

 

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