
Die Schering Stiftung vergibt erstmalig den Schering Young Investigator Award: Die Auszeichnung geht 2025 an die Biochemikerin und Bioinformatikerin Dr. Agnes Toth-Petroczy. Die international anerkannte Nachwuchswissenschaftlerin erhält die Auszeichnung für ihre wegweisenden Arbeiten zur Evolution, Vielfalt und Funktion von Proteinen – insbesondere solcher, die bisher weitgehend unverstanden sind.
Mit ihrer interdisziplinären Forschung verbindet Dr. Agnes Toth-Petroczy, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, moderne Computermodelle mit biochemischen Experimenten, um zentrale Fragen der Proteinbiologie neu zu beleuchten. Sie konzentriert sich auf bislang wenig verstandene Proteine ohne feste Struktur – sogenannte intrinsisch ungeordnete Proteine –, die rund 30 % des menschlichen Proteoms ausmachen. Darüber hinaus untersucht sie, wie Fehler bei der Proteinherstellung – sogenannte phänotypische Mutationen, die durch Transkriptions- und Translationsfehler entstehen – zur Vielfalt und Funktion von Proteinen beitragen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage, wie sich Proteine in sogenannten biomolekularen Kondensaten organisieren und wie diese Prozesse evolutionär entstanden sind. Ihre Forschung eröffnet neue Perspektiven auf molekulare Mechanismen in Gesundheit und Krankheit – mit Relevanz etwa für Krebs, neurodegenerative und Autoimmunerkrankungen – und trägt wesentlich zum Verständnis von Proteinvielfalt auf Systemebene bei.
25.11.2025, 09:45–11 Uhr
Vortrag für Schüler*innen des OSZ
presseöffentlich, Anmeldung erforderlich
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin
Telefon: +49.30.20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de
Donnerstag bis Freitag: 14-20 Uhr
Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
Eintritt frei