Schering Stiftung

Preisträger*in 

Porträt Dr. Agnes Toth Petroczy

Porträt Dr. Agnes Toth Petroczy
Foto: Katrin Boes, MPI-CBG

Agnes Toth-Petroczy

Schering Young Investigator Award 2025

Porträt Dr. Agnes Toth Petroczy
Foto: Katrin Boes, MPI-CBG

Agnes Toth-Petroczy

Schering Young Investigator Award 2025


Die Schering Stiftung vergibt erstmalig den Schering Young Investigator Award: Die Auszeichnung geht 2025 an die Biochemikerin und Bioinformatikerin Dr. Agnes Toth-Petroczy. Die international anerkannte Nachwuchswissenschaftlerin erhält die Auszeichnung für ihre wegweisenden Arbeiten zur Evolution, Vielfalt und Funktion von Proteinen – insbesondere solcher, die bisher weitgehend unverstanden sind.

Mit ihrer interdisziplinären Forschung verbindet Dr. Agnes Toth-Petroczy, Forschungsgruppenleiterin am Max-Planck Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, moderne Computermodelle mit biochemischen Experimenten, um zentrale Fragen der Proteinbiologie neu zu beleuchten. Sie konzentriert sich auf bislang wenig verstandene Proteine ohne feste Struktur – sogenannte intrinsisch ungeordnete Proteine –, die rund 30 % des menschlichen Proteoms ausmachen. Darüber hinaus untersucht sie, wie Fehler bei der Proteinherstellung – sogenannte phänotypische Mutationen, die durch Transkriptions- und Translationsfehler entstehen – zur Vielfalt und Funktion von Proteinen beitragen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Frage, wie sich Proteine in sogenannten biomolekularen Kondensaten organisieren und wie diese Prozesse evolutionär entstanden sind. Ihre Forschung eröffnet neue Perspektiven auf molekulare Mechanismen in Gesundheit und Krankheit – mit Relevanz etwa für Krebs, neurodegenerative und Autoimmunerkrankungen – und trägt wesentlich zum Verständnis von Proteinvielfalt auf Systemebene bei.

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Begleitveranstaltungen 

Disordered Proteins in Evolution and Disease

25.11.2025, 09:45–11 Uhr
Vortrag für Schüler*innen des OSZ

presseöffentlich, Anmeldung erforderlich

Materialien 

Lebenslauf

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Jury 

Friedhelm von Blanckenburgs Disziplin ist die Geochemie der Erdoberfläche, insbesondere die Isotopengeochemie und Massenspektrometrie.

In früheren Arbeiten hat er sich mit der Entschlüsselung der Prozesse im Erdinneren befasst, wie der Bestimmung der Herkunft granitischer Gesteine in Kollisiongebirgen. Dies führte ihn zu der sogenannten „Slab Breakoff“ Hypothese. Im Anschluss wendete er isotopengeochemische Methoden auf Ozeansedimente an, um den Eintrag von Erosionprodukten in die Ozeane zu bestimmen.

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Prof. Dr. Alexander Bartelt

Else Kröner Fresenius Professor

Lehrstuhl für Translationale Ernährungsmedizin, Technische Universität München

Alexander Bartelt (*1982) beschäftigt sich mit der molekularen Biologie des Stoffwechsels und wie er bei Adipositas, Fettleber, Diabetes und kardiovaskulären Erkrankungen aus den Fugen gerät. Er hat wichtige Erkenntnisse zur molekularen Funktionsweise des Fettstoffwechsels, der Fettzellen und deren Interaktion mit dem Immunsystem erarbeitet. Er trägt durch seine Arbeiten zu Ernährung, Energiestoffwechsel und Thermogenese zur Aufklärung der Frage bei, wie Zu- and Abnehmen auf zellulärer Ebene reguliert werden. Seine Arbeiten stellen die metabolische Adaptation an Stressfaktoren ins Zentrum der Pathogenese komplexer kardiometabolischer Erkrankungen.

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Markus List promovierte 2015 an der Universität Süddänemark und arbeitete zwei Jahre lang als Postdoktorand am Max-Planck-Institut für Informatik. Im Jahr 2018 gründete er eine Forschungsgruppe an der School of Life Sciences an der Technischen Universität München, wo er 2023 zum Assistenzprofessor ernannt wurde.

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Nadine Biedenkopf ist Arbeitsgruppenleiterin am Institut für Virologie der Philipps Universität Marburg. Sie forscht im Bereich der Infektionsbiologie und Virologie zu hochpathogenen Viren, Filoviren und Ebola- und Marburgvirus.

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Volker Siffrin ist ein Neurologe und Forschungsgruppenleiter, der derzeit als Oberarzt an der Klinik für Neurologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin und am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin tätig ist. Er promovierte am Deutschen Rheumaforschungszentrum Berlin und absolvierte seine medizinische Ausbildung an den Universitäten Marburg, Aberdeen und Berlin. 2010 erlangte er die Facharztanerkennung für Neurologie und habilitierte sich 2015. Seine Forschung konzentriert sich auf chronische Entzündungen, Autoimmunerkrankungen und neurodegenerative Prozesse, wobei er modernste Technologien wie die Zwei-Photonen-Laser-Scanning-Mikroskopie und humane in vitro Kulturmodelle einsetzt.

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Tatiana Korotkova studierte Physiologie in Moskau und promovierte in Düsseldorf. Nach Postdoc-Aufenthalten in Heidelberg und Berlin wurde sie Gruppenleiterin am FMP und Leiterin der Neurocircuit Research Group am MPI für Stoffwechselforschung. Heute ist sie Direktorin am Zentrum für Physiologie des Kölner Exzellenzclusters "Cologne Excellence Cluster on Aging and Aging-Associated Diseases ".

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1993, Diploma in Chemistry, Tübingen/Germany. 1997, PhD in Physical Chemistry, Tübingen/Germany; 1997-2000, Postdoc in Protein Science at the Weizmann Institute of Science/Israel. 2001-2008, Independent Research Group Leader/Heisenberg Professor for protein biophysics, Frankfurt a. M./Germany. Since 2008, full professor for biophysics, Osnabrück/Germany. Since 2018, Managing Director of the Center for Cellular Nanoanalytics (CellNanOs).

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Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
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