Schering Stiftung

Projekt 

Khata Maysternya

Khata Maysternya
Foto: Kris Voitkiv

Songs of Serpents – Kunst, Landschaft, Ökofeminismus

Symposium

Khata Maysternya
Foto: Kris Voitkiv

Songs of Serpents – Kunst, Landschaft, Ökofeminismus

Symposium

Termin:

17.04.2026, 13–21 Uhr

Veranstaltungsort:

Akademie der Künste
Studiofoyer
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

Keine Anmeldung erforderlich.


Ein Kooperationsprojekt von JUNGE AKADEMIE, Akademie der Künste und der Schering Stiftung

Ausgangspunkt des Symposiums bildet das Austauschprojekt Songs of Serpents – Ecopoetic Zones, das das Potenzial von Künstler*innenresidenzen an peripheren Orten in Deutschland, Italien, Albanien, der Ukraine und Litauen aktiviert, um transdisziplinäre Untersuchungen an der Schnittstelle von Kunst, Ökologie und Ökofeminismus zu fördern. Jede Residenzstätte bringt dabei eigene lokale Besonderheiten und Themen wie auch ökologische und politische Herausforderungen mit ein. Gleichzeitig wirft die transnationale Residenzgemeinschaft ein Schlaglicht auf globale geopolitische Kräfte und ausbeuterische Praktiken.

In Panels und Lecture-Performances diskutieren Künstler*innen des Programms sowie eingeladene Gäste aus Kunst und Wissenschaft künstlerische Ideen ebenso wie Fragen zu den biologischen und ökologischen Besonderheiten der Landschaften und Maßnahmen, die zu ihrer Erhaltung oder Wiederherstellung getroffen werden.

Residenzorte:

Villa Serpentara in Olevano, Romano (Italien), Akademie der Künste; Nida Art Colony of Vilnius Academy of Arts (Litauen), Künstlerhäuser Worpswede (Deutschland), das Künstler*innenkollektiv Asortymentna Kimnata mit der Residenz Khata-Maysternya (Ukraine) und Galeria e Bregdetit (Albanien). Die Deutsche Akademie in Rom, Villa Massimo ist assoziierte Partnerin des Programms.

Zeitplan:

12 Uhr Lunch

12:30 Uhr Führung durch die Ausstellung “Vessel & Voyager” durch die Kuratorin Linnéa Meiners

13:30 Uhr Begrüßung

13:40 Uhr Einführung: Christina Landbrecht + Alona Karavai (20 min)

14:00 Uhr Songs of Serpents “Swamps & Sea” (150 min)

Philine Griem (Kuratorin, Künstlerhäuser Worpswede), Sophie Seita (Künstlerin), Marina Naprushkina (Künstlerin), Professor Hans Joosten (Professor für Moorforschung und Paläoökologie an der Universität Greifswald, Deutschland),

anschließend Diskussion, moderiert von Suza Husse (Kuratorin und Forscherin, Succow Stiftung)

PAUSE (10 Min)

Elian Stefa (Kurator, Galeria e Bregdetit), Gerta Xaferej (Künstlerin), David Faro (Postdoktorand, Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei) (65 Min),

anschließend Diskussion, moderiert von Suza Husse (Kuratorin und Forscherin, Succow Stiftung)

16:30 Ihr: PAUSE (30min)

17:00 Uhr: Songs of Serpents Forests & Soils

Neringa Bumbliene (Kuratorin, Nida Art Colony of Vilnius Academy of Arts), Gerta Xhaferaj (Künstlerin), Goda Palekaitè (Künstlerin), Stefanie Kaboth-Bahr (Geologin und Paläontologin, Freie Universität Berlin),

anschließend Diskussion moderiert von Antonia Alampi (Künstlerische Leiterin, Spore Initiative)

PAUSE (10 Min)

Johanna Keller (Programmleitung, Akademie der Künste), Thomas Höhne (Kurator, Villa Massimo), Dasha Chechushkova (Künstlerin), Sophie Seita (Künstlerin), Alona Karavai (Kuratorin Katamaysternia/Ukraine), Yuliia Volkovska (Forstwissenschaftlerin, Nachhaltige Forstwirtschafterin, Nationale Forstuniversität Ukraine, Lviv),

anschließend Diskussion moderiert von Antonia Alampi (Künstlerische Leiterin, Spore Initiative)

19:15 Uhr: PAUSE

20:00 Uhr: Lecture-Performance : Sophie Seita (15 Min)

20:15 Uhr: Abschlussvortrag und -performance

Empire Naked: Monte Verità and the Invention of white Ecological Intimacy (30 Min)

Saskia Köbschall

im Anschluss Q&A

Serpent Songs: Ecofeminist Voices (15 min)

Joulia Strauss (Künstlerin)

21:00 Uhr: Wrap-Up & Bar open

 

 

Galerie

Symposium „Songs of Serpents – Kunst, Landschaft, Ökofeminismus“ in der Akademie der Künste, Berlin, 17. April, 2026.
Symposium „Songs of Serpents – Kunst, Landschaft, Ökofeminismus“ in der Akademie der Künste, Berlin, 17. April, 2026.
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Symposium

Songs of Serpents – Kunst, Landschaft, Ökofeminismus

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Suza Husse ist Forscherin, Dichterin, Schwimmerin und Kulturarbeiterin mit einer Liebe zu Steinen, Sümpfen und Walen. Sie arbeiten kollaborativ und transdisziplinär an den Schnittstellen von queerer Ökologie und antikolonialen Kulturen. Über den nomadischen Kunstraum District* School Without Center sowie das aquatische Publikationskollektiv The Many Headed Hydra initiiert Suza performative, ortsverwurzelte und spekulative Praktiken, die unterschiedliche Wissensuniversen miteinander verbinden.

Seit 2024 koordinieren sie die Kunst- und Forschungsplattform „Sensing Peat“ zu Moorlandschaften bei der Michael Succow Stiftung / Greifswald Moor Centrum und organisieren sich im Rahmen des Venice Agreement for Peatlands. Das Venice Agreement for Peatlands ist ein basisorientiertes Netzwerk von Hüter*innen von Moorlandschaften, das sich dem Schutz und der Wiederherstellung von Mooren weltweit durch lokale Initiativen und dekoloniale Werkzeuge widmet.

Von 2017 bis 2018 hatte Suza eine Gastprofessur für Interdisziplinäre Künstlerische Forschung an der UdK / Universität der Künste Berlin inne. Sie publizieren zu den Schnittstellen von Kunst, Ökologie, Kolonialität, queeren Feminismen, Postsozialismus und Extraktionskulturen, zuletzt unter anderem bei Diaphanes, im February Journal, bei D’EST, ECCLECTIC und Archive Books.

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David ist ein Postdoc am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Berlin und promovierte in Umweltingenieurwesen an der Universität Trento. Seine Forschung konzentriert sich auf das Zusammenspiel zwischen hydro-morphologischen und ökologischen Prozessen in Flüssen mit dem Ziel, neuartige Methoden zur Unterstützung der praktischen Flussbewirtschaftung und -restaurierung zu entwickeln. Um die Effektivität und Nutzung der entwickelten Ansätze zu erhöhen wird seine Arbeit in Zusammenarbeit mit lokalen Umweltbehörden und anderen Interessengruppen durchgeführt. Im Jahr 2019 gründete David das River Collective mit, eine Umweltschutzorganisation mit Sitz in Österreich, die durch die Förderung transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Wissenschaftlern, Künstlern und Aktivisten dazu beiträgt, die Erhaltung und den Schutz von Flusssystemen zu unterstützen. Innerhalb des River Collective hat David an verschiedenen Initiativen mitgearbeitet, wie dem "Students for Rivers Camp", einer jährlichen Sommeruniversität für Studenten, den "Actions for Rivers", einem Inkubator für Umweltprojekte, und "Multispecies Resistance", einem interdisziplinären Projekt zur Kartierung und Veranschaulichung der Biodiversität des europäischen Kontinents.

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Prof. Dr. Stefanie Kaboth-Bahr studierte Geoökologie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und promovierte an der Universität Utrecht zur Paläoklimatologie und Paläoökologie. Seit 2023 ist sie Professorin für Paläoklimatologie an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschung untersucht langfristige Klima- und Ökosystemdynamiken mithilfe paläontologischer, geochemischer und sedimentologischer Methoden, um Veränderungen des Erdsystems besser zu verstehen und daraus Rückschlüsse für zukünftige Umweltentwicklungen abzuleiten. Zudem engagiert sie sich für internationale und inklusive Forschungsnetzwerke und die Stärkung globaler Zusammenarbeit, insbesondere durch die Förderung von Forschenden in Afrika im Bereich Klima- und Geobiologieforschung.

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Saskia Köbschall ist eine historische Anthropologin, Kuratorin und Herausgeberin mit Sitz in Berlin. Sie ist Doktorandin am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin, wo sich ihre Dissertation mit den kolonialen und rassistischen Verflechtungen von deutschem Nudismus, Körperkultur und Umweltdenken beschäftigt. In ihrer Arbeit untersucht sie, wie Vorstellungen von Natur, Ökologie und verkörperter Intimität durch koloniale Imaginationen und rassialisierte Aneignungen geprägt wurden. An der Schnittstelle von Anthropologie, kuratorischer Praxis und kritischer Theorie richtet sie ihren Fokus auf die Nachwirkungen kolonialen Wissens im zeitgenössischen Umweltdenken und in ästhetischen Praktiken.

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Antonia Alampi ist Mitbegründerin und Künstlerische Direktorin von Spore Initiative, einer Plattform, die sich künstlerischen und kulturellen Praktiken widmet, die in öko-sozialer Gerechtigkeit, Community-Arbeit und Wissensaustausch verwurzelt sind. Als Kulturorganisatorin, Kuratorin und Leiterin arbeitet sie disziplin- und länderübergreifend und kooperiert mit sozial engagierten, politisch bewussten und strukturell prekär aufgestellten Organisationen.

Sie war Künstlerische Co-Direktorin von SAVVY Contemporary in Berlin (2016–2020), Teil des kuratorischen Teams von sonsbeek20➜24, Kuratorin an der Extra City Kunsthal in Antwerpen (2017–2019) sowie in Beirut und Kairo tätig (2012–2015). Über institutionelle Positionen hinaus umfasst ihre Arbeit kulturelle Projekte, Forschung und Publikationen mit einem Fokus auf Institutionsaufbau, alternative Bildungsmodelle, intergenerationelle Praktiken und dekoloniale Perspektiven in unterschiedlichen lokalen Kontexten. Zudem lehrt sie, schreibt und tritt als Rednerin öffentlich auf. Als Mutter zweier Töchter schreibt sie ihnen – und der Erfahrung der Elternschaft – einen prägenden Einfluss auf ihren beruflichen Werdegang zu.

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Joulia Strauss ist Künstlerin und Aktivistin. Sie lebt und arbeitet in Athen und Berlin. Sie ist als Mari geboren und aufgewachsen, in einer der letzten indigenen Kulturen Europas mit einer schamanischen Tradition. Ihre Skulpturen, Gemälde, Performances, Zeichnungen, Videos, waren in den Einzel- und Gruppenausstellungen im Pergamonmuseum, im Martin-Gropius-Bau, Berlin, in der Tate Modern, sowie in der Tirana Biennale, im Stedelijk Museum, Amsterdam, in der 2nd Athens Biennale, Kyiv Biennial, im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe, im Kunstmuseum Wolfsburg, auf der documenta14, und vielen anderen Orten weltweit zu sehen.
In Zusammenarbeit mit Peter Weibel und Friedrich Kittler, hat Joulia Strauss das Buch „Götter und Schriften Rund ums Mittelmeer“ (Wilhelm Fink Verlag, Paderborn), herausgegeben. Sie spielt auf der Rekonstruktion einer altgriechischen Lyra und singt therapeutische Lieder in Altgriechisch, Mari, und vielen anderen Sprachen. Sie praktiziert und lehrt Qi Gong (Rotes Hemd) und Việt Võ Đạo Kung Fu. In 2014, hat Strauss Avtonomi Akadimia, ein fortwährendes Kunstwerk und eine Grassroots-Universität gegründet und in der Athener Akadimia Platonos organisiert. Fast ein Tausend Veranstaltungen hielten bislang Raum für eine Interepistemologie von Kunst, Ecofeminismus, Philosophie, Ökologischen Aktivismus und politisher Heilung und schützen den einmaligen Biotopen Akadimia Platonos. Zur Zeit ist Joulia Strauss auf Reisen und präsentiert ihren Film Transindigeneous Assembly.

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Yuliia Volkovska, PhD in Wirtschaftswissenschaften, ist eine ukrainische Umweltökonomin, die sich auf nachhaltige und adaptive Forstwirtschaft im Kontext des Klimawandels und kriegsbedingter Umweltzerstörung spezialisiert hat.

Ihre Arbeit untersucht, wie forstwirtschaftliche Managementsysteme unter Bedingungen ökologischer Instabilität, wirtschaftlichen Drucks und struktureller Transformation funktionsfähig bleiben können. Sie entwickelt integrative öko-ökonomische Bewertungsansätze, die klimabezogene, ökologische und sozioökonomische Indikatoren zu messbaren Rahmenwerken für die Bewertung der Nachhaltigkeit kombinieren.

Sie ist Assistenzprofessorin an der National Forestry University of Ukraine in Lviv und Mitglied des Order of Forestry Experts (O.F.E.). In ihrer Doktorarbeit entwickelte sie ein zusammengesetztes Indikatorenmodell zur Bewertung der Nachhaltigkeitsdynamik und zur Identifizierung struktureller Ungleichgewichte im Waldbewirtschaftungssystem der Ukraine. Ihre Forschung befasst sich mit Fragen der Klimaanpassung in der Forstwirtschaft, der ökologischen Wiederherstellung nach Kriegen und der Modernisierung der Waldbewirtschaftung und der nationalen Waldgesetzgebung.

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Hans Joosten (1955, Liessel, NL) ist Professor em. für Moorkunde und Paläoökologie an der Universität Greifswald. Er hat zahlreiche Studien zu den Themen (Paläo-)Ökologie, Schutz, Wiederherstellung und Paludikultur von Mooren veröffentlicht, darunter verschiedene Handbücher. Er war an der Entwicklung globaler und regionaler Kohlenstoffstandards, an den UNFCCC-Klima-Verhandlungen und der Entwicklung von IPCC-Leitlinien zu Mooremissionen beteiligt und hat sich in der FAO für eine klimaverträgliche Moornutzung eingesetzt. Hans war 2000-2024 Generalsekretär der International Mire Conservation Group (IMCG) und ist Mitbegründer des Greifswald Moor Centrum (GMC), Mitglied des Lenkungsausschusses der UN Global Peatlands Initiative (GPI) und Gründer der weltgrößten Moorbibliothek. Für sein Engagement in der Moorforschung und im Moorschutz wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Universität Batumi (Georgien, 2010), dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis (2013), dem Europäischen CULTURA-Preis (2013), der Mitgliedschaft in Det Kongelige Norske Videnskabers Selskabs Akademi (Norwegen, 2014), dem Indonesischen Torfpreis (2018), dem Deutschen Umweltpreis (2021) und dem Bundesverdienstkreuz (Deutschland, 2022) ausgezeichnet.

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