Schering Stiftung

Projekt 


Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, Human Dignity Shall Be Inviolable, 2026. Courtesy the Artist.

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, Human Dignity Shall Be Inviolable, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Andrea Rossetti

:de]Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.German Pavilion, 61th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.

:de]Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.German Pavilion, 61th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Jens Ziehe, Berlin

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Jens Ziehe, Berlin

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Die Innere Front, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Jens Ziehe, Berlin

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, Installation View, German Pavilion, 2026. Courtesy the Artist.

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, Installation View, German Pavilion, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Andrea Rossetti

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, They Have Eyes, But They See Not, They Have Ears, But They Hear Not, 2026. Courtesy the Artist.

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Sung Tieu, They Have Eyes, But They See Not, They Have Ears, But They Hear Not, 2026. Courtesy the Artist.
Foto: Andrea Rossetti

Foto: Andrea Rossetti

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Sung Tieu und Kathleen Reinhardt (von links nach rechts)

Deutscher Pavillon, 61. Internationale Kunstausstellung, Henrike Naumann, Sung Tieu und Kathleen Reinhardt (von links nach rechts)
Foto: Victoria Tomaschko

Deutscher Beitrag Venedig Biennale 2026

Ruin

Deutscher Beitrag Venedig Biennale 2026

Ruin

Laufzeit:

09.05. – 22.11.2026

Öffnungszeiten:

Giardini und Arsenale
9. Mai–30. September: 11–19 Uhr
Bis 30 Sept., nur Arsenale: Fr & Sa bis 20 Uhr
1. Oktober–22. November: 10–18 Uhr
Montags geschlossen (außer 11.05., 01.06., 07.09., 16.11.)

Veranstaltungsort:

Deutscher Pavillon
Giardini della Biennale
Sestiere Castello
30122 Venedig, Italien

Tickets sind über die Venedig Biennale unter: www.labiennale.org erhältlich.


Mit Ruin wird der Deutsche Pavillon zu einem Raum, in dem sich physische und soziale Strukturen, deutsche Ideologien und gelebte Biografien überlagern. Mit einer Formsprache zwischen minimalistischer Klarheit und maximalistischer Opulenz setzen sich Sung Tieu und Henrike Naumann aktiv mit der Architektur des Pavillons auseinander und nutzen sie als ambivalenten Spiegel gesellschaftlicher Dynamiken. Ruin bezeichnet dabei nicht nur den Verfall von Architektur, sondern auch politischen, moralischen und finanziellen Bankrott. Bezugspunkte sind Orte ostdeutscher Geschichte wie der verschwundene DDR-Pavillon, der zerstörte Palast der Republik oder das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen, Schauplatz des rassistischen Pogroms von 1992 gegen Asylsuchende, ehemalige vietnamesische Vertragsarbeiter:innen und andere migrantische Gemeinschaften. Diese historischen Leerstellen dienen als Ausgangspunkt, um gebrochene Zeitlichkeiten sichtbar zu machen und durch künstlerische Imagination neu zu besetzen. Die Arbeiten im Pavillon verhandeln dabei keine abgeschlossene Vergangenheit, sondern eine, die bis in die Gegenwart hineinwirkt.

Die Schering Stiftung fördert den Deutschen Pavillion der 61. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia, die vom 9. Mai bis zum 22. November in Venedig stattfindet. Verantwortlich für den deutschen Beitrag ist das ifa – Institut für Auslandsbeziehungen.

Weitere Informationen zum Deutschen Pavillon finden Sie hier.

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Henrike Naumann wurde 1984 in Zwickau (DDR) geboren. Bis zu ihrem plötzlichen Tod im Februar 2026 lebte und arbeitete sie in Berlin. Ihre Arbeiten reflektieren gesellschaftspolitische Probleme auf der Ebene von Design und Interieur. Mit ihnen erkundet Naumann das Reibungs-verhältnis entgegengesetzter politischer Meinungen im Umgang mit Geschmack und persönlicher Alltagsästhetik. Naumanns immersive Installationen arrangieren Möbel und Objekte zu szenografischen Räumen, in die Video- und Soundarbeiten integriert sind. Ihre Praxis reflektiert die Mechanismen der Radikalisierung und deren Zusammenhang mit persönlicher Erfahrung. Begleitet wurde diese Praxis von einer Vielzahl von Vorträgen und interdisziplinären Kooperationen, die die Fragen ihrer Arbeit reflektiert haben. Zuletzt hat Henrike Naumann zum Spannungsverhältnis zwischen Kunst und Krieg recherchiert.

Naumann wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter das Karl Schmidt-Rottluff Stipendium, der Max-Pechstein-Preis der Stadt Zwickau, der Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung sowie das Villa Aurora-Stipendium/Thomas Mann House, Los Angeles. Wichtige Ausstellungen ihrer Werke fanden unter anderem im SculptureCenter in New York, im Busch-Reisinger Museum der Harvard Universität, im Museum of Modern Art in Warschau, im Haus der Kunst in München, im Deutschen Bundestag sowie im Rahmen der Ghetto Biennale in Haiti (2015, 2017) und der Kyiv Biennale (2023) in der Ukraine statt. Henrike Naumann war Stipendiatin des Berliner Programms Künstlerische Forschung 2024/25. Zum Wintersemester 2026/2027 hatte sie den Ruf an die Hochschule für bildende Künste Hamburg für die Professur Bildhauerei angenommen.

Von ihrer Nominierung im Mai 2025 bis zu ihrem Tod arbeitete Henrike Naumann intensiv an ihrem Beitrag für den Deutschen Pavillon und stellte das Werk noch vor ihrem Tod fertig. Das Team des Deutschen Pavillons hat gemeinsam mit ihrem Studioteam daran gearbeitet, ihre künstlerische Vision zum Leben zu erwecken.

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Sung Tieu, 1987 in Hải Dương, Vietnam, geboren, ist eine in Berlin lebende Künstlerin. Aufgewachsen zwischen politischen Systemen, entfaltet sich Tieus Arbeit an der Schnittstelle von Biografie und Geopolitik. In ihren Arbeiten setzt Tieu sich mit den Nachwirkungen des Kalten Krieges, kolonialen Verflechtungen und den subtilen Mechanismen institutioneller Gewalt auseinander. Sie reflektieren die gesellschaftlichen und psychologischen Folgen von Migration, Bürokratie und staatlicher Kontrolle. Tieu verbindet Skulptur, Zeichnung, Klang, Video, Fotographie, Duft, Text und Archivmaterial zu räumlichen Installationen, in denen sich politische Ordnung und persönliche Erfahrung überlagern.

Momentan sind ihre Werke im Rahmen der 82. Whitney Biennial, Whitney Museum of American Art, zu sehen. Bedeutende Einzelausstellungen fanden unter anderem in der Kunsthalle Bern, im KW Institute for Contemporary Art, Berlin, in der Kunsthalle Nürnberg, der Amant Foundation, New York, dem MIT List Visual Arts Center, Cambridge, dem Kunst Museum Winterthur, dem Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.), dem Mudam – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxemburg, der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK), Leipzig, dem Haus der Kunst, München und bei Nottingham Contemporary statt. Sie nahm unter anderem an der Taipei Biennial (2025), der Gwangju Biennale (2024), der Shanghai Biennale (2023), der Bienal de São Paulo (2021) sowie der Kyiv Biennale (2021) teil. Sung Tieu wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung, dem Rubensförderpreis der Stadt Siegen sowie dem Publikumspreis des Preises der Nationalgalerie.

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Kathleen Reinhardt ist Direktorin des Georg Kolbe Museums in Berlin, das Anfang dieses Jahres von der AICA Deutschland zum „Museum des Jahres 2025“ gewählt worden ist. Ihre kuratorische Praxis in deutschen und internationalen Kontexten legt Schwerpunkte auf zeitgenössische Kunst, Kunst in verschiedenen politischen Systemen und post-sozialistische Praktiken sowie das diskursive Potenzial von Sammlungen im Kontext von Ideologie, Erinnerung und Identität. Sie versteht das Museum als Ort der Gemeinschaft, der Forschung und der künstlerischen Produktion und befasst sich mit der Rolle feministischer Perspektiven für die Neugestaltung institutioneller Strukturen.

Reinhardt forscht und promovierte zu afroamerikanischer Kunst und sozial engagierten künstlerischen Praktiken an der Freien Universität Berlin im Fachbereich Global Art Histories. Sie lehrt zu Kunstgeschichten und kuratorischen Studien in Deutschland, sowie international und veröffentlicht in Ausstellungskatalogen, wissenschaftlichen Sammelbänden sowie Fachzeitschriften, darunter unter anderem African Arts, Art Margins, Contemporary And und Kaleidoscope.

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Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgendem Partner realisiert:

ifa-Institut für Auslandsbeziehungen

 

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Kontakt & soziale Netzwerke

Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49.30.20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Freitag: 14-20 Uhr
Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
Eintritt frei

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