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Veranstaltung 

Collage der Werke: Cuchicheos, The Whisperers, Encuentros.

Collage der Werke: Cuchicheos, The Whisperers, Encuentros.
Foto: Kavachi, Nicole L'Huillier, Andrea Rosetti

Klänge, Stimmen und Membranen

Führung und Gespräch im Rahmen des Gallery Weekends

Collage der Werke: Cuchicheos, The Whisperers, Encuentros.
Foto: Kavachi, Nicole L'Huillier, Andrea Rosetti

Klänge, Stimmen und Membranen

Führung und Gespräch im Rahmen des Gallery Weekends

Termin:

02.05.2026, 11–13 Uhr


Im Gespräch diskutieren Nicole L’Huillier und Çağla Ilk ihre bisherige Zusammenarbeit im Rahmen von Ausstellungen in der Kunsthalle Baden-Baden und dem Deutschen Beitrag für die Venedig Biennale im Jahr 2024. Der Fokus liegt auf L’Huilliers Projekten, die sie sowohl für institutionelle Räume als auch für den öffentlichen Außenraum realisiert hat, beispielsweise auf der Insel La Certosa in der venezianischen Lagune.

2022 präsentierte Çağla Ilk L’Huilliers Arbeit Cuchicheos (spanisch für „Flüstern“ oder „Murmeln“) in der Ausstellung Nature and State der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden. Zuletzt war das Werk auch in der Ausstellung Glitch im Garten des Flüsterns bei Aedes in Berlin zu sehen. Cuchicheos besteht aus einer langen Flagge aus farbigen, quadratischen Membranen, die als Lautsprecher fungieren und ein im Raum verteiltes Mehrkanal-Klangstück bilden. Für Ilks Beitrag Thresholds entwickelte L’Huillier auf La Certosa die Installation Encuentros (Begegnungen): Ein System, das die Klänge der Insel aufgriff und künstliche mit natürlichen Geräuschen zu einem eigenen akustischen Raum vermischte.

Im Rahmen von Rehearsal Room sprechen Çağla Ilk und Nicole L’Huillier mit Dr. Christina Landbrecht über L’Huilliers künstlerische und klangliche Praxis. Themen sind Collagen aus natürlichen und maschinell erzeugten Tönen, das Konzept, Besuchende durch Klang in einen gemeinsamen Schwingungszustand zu versetzen, sowie L’Huilliers Klangskulpturen, die zur Interaktion einladen.

Nicole L'Huillier: Rehearsal Room 

Ausstellung — 24.04. – 05.07.2026

Rehearsal Room ist eine Art Schlaflabor und zugleich ein immersiver Erfahrungsraum, der den Fokus auf Akustik, Technologie und Resonanz legt.

Nicole L’Huillier (geb. 1985) ist eine transdisziplinäre Künstlerin und Forscherin aus Santiago, Chile. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Erforschung von Klängen und Schwingungen, die sie als Material nutzt, um sich mit Fragen zu Handlungsmacht, Identität, Kollektivität oder dem Entwickeln einer ‚schwingenden‘ Vorstellungskraft auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten manifestieren sich in Form von Installationen, klingenden oder schwingenden Skulpturen, speziell gefertigten Geräten, die Klänge erzeugen oder zum Zuhören gedacht sind, Performances, experimentellen Kompositionen, Gedichten, die als Membran fungieren, und Texten. Sie hat einen Doktortitel in Media Arts & Sciences vom Massachusetts Institute of Technology, MIT (2022).

Zu ihren Ausstellungen zählen Präsentationen auf der 36. Ljubljana Biennale of Graphic Arts (2025), 14a Bienal do Mercosul (2025), der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024), TabakaleraDonostia (2025), Kunsthalle Bern (2024), Ming Contemporary Art Museum (McaM),Shanghai (2023), ifa-Galerie Stuttgart (2023), Bienal de Artes Mediales Santiago (2023, 2021, 2019, 2017), Staatliche Kunsthalle Baden-Baden (2022), transmediale, Berlin (2022), Ars Electronica, Linz (2022, 2019, 2018), Museo de Arte Contemporáneo (MAC), Santiago de Chile (2022), 6. Ural Industrial Biennale, Ekaterinburg (2021) und 16. Internationale Architekturausstellung –La Biennale di Venezia (2018).

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Çağla Ilk ist Kuratorin und designierte Intendantin des Maxim Gorki Theaters ab der Spielzeit 2026/27. In ihrer Arbeit verbindet sie Theater, zeitgenössische Kunst und insbesondere Klang- und Soundpraktiken zu einer transdisziplinären kuratorischen Praxis. Stimme, Geräusch und akustische Räume versteht sie als zentrale dramaturgische Elemente, mit denen sich gesellschaftliche und politische Fragestellungen erfahrbar machen lassen. Dramaturgie fungiert dabei als Methode des Kuratierens, die unterschiedliche Disziplinen in bewegliche, performative Konstellationen überführt. Anstelle statischer Formate entwickelt Ilk theatral-installative Settings, in denen Klang als strukturierendes und transformierendes Moment wirkt.

Ilk studierte Architektur an der Technischen Universität Berlin und der Mimar Sinan Universität Istanbul. Von 2020 bis 2025 war sie Direktorin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, die sie bis Juni 2024 gemeinsam mit Misal Adnan Yıldız leitete, wo sie unter anderem Klang, Raum und Ausstellung als miteinander verschränkte Erfahrungsformen weiterentwickelte.

Im März 2023 wurde Çağla Ilk zur Kuratorin des deutschen Beitrags der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia ernannt. Unter dem Titel Thresholds kuratierte sie den Deutschen Pavillon mit Beiträgen von Michael Akstaller, Yael Bartana, Robert Lippok, Nicole L’Huillier, Ersan Mondtag und Jan St. Werner – ein Projekt, das sich in besonderer Weise mit akustischen Räumen, Resonanz und den politischen Dimensionen von Klang auseinandersetzte.

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