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Projekt 

Künstlerhäuser Worpswede

Künstlerhäuser Worpswede
Foto: Künstlerhäuser Worpswede

Künstlerresidenz in Deutschland

Künstler:innenhäuser Worpswede

Künstlerhäuser Worpswede
Foto: Künstlerhäuser Worpswede

Künstlerresidenz in Deutschland

Künstler:innenhäuser Worpswede

Termin:

01.08.2025 – 30.04.2026


Die Künstler:innenhäuser Worpswede (KHW) betreiben seit 1971, in enger Kooperation mit dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, eine der ältesten Residenzstätten Deutschlands. Die Institution hat sich weltweit einen Namen gemacht und fungiert als Produktionsstätte für zeitgenössische Kunst. Neben den verschiedenen Stipendienformaten prägen vor allem die projektbasierten internationalen und institutionellen Kooperationen die Arbeit. Seit 2022 befinden sich die KHW in einem Transformationsprozess: in dem Bestreben, eine „Stipendienstätte der Zukunft“ zu werden, setzt sich die Institution mit den strukturellen und inhaltlichen Herausforderungen einer nachhaltigen Kunstförderung von morgen auseinander. Das eröffnet zugleich ein Experimentierfeld für neue Formate und Strukturen. In Form eines Reallabors forschen die KHW gemeinsam mit Universitäten und Hochschulen an einer ökologisch sinnvollen Sanierung und entwickeln in Kooperation mit dem Architekturkollektiv Raumlabor Berlin einen Entwurf für eine Erweiterung der Stipendienstätte.

Die KHW sind sowohl Teil einer besonderen Landschaft als auch einer kunsthistorisch bedeutsamen Historie: sie sind in Worpswede beheimatet, einer einst berühmten Künstlerkolonie, die ab 1889 namhafte Kunstschaffende wie Heinrich Vogeler, Rainer Maria Rilke und Paula Modersohn-Becker anzog. Letztere ließ die raue Moorlandschaft in ihre Gemälde einfließen und trug dadurch maßgeblich dazu bei, sie international bekannt zu machen. Andererseits ist Worpswede Teil einer Moorlandschaft und somit gelegen in einem Gebiet, dem angesichts drängender Maßnahmen zum Klimaschutz von einer Vielzahl von Akteuren eine hohe Bedeutung beigemessen wird. In Kooperation mit lokalen Initiativen betrachten es die KHW als eine ihrer Aufgaben, das Erbe der Region mit der Notwendigkeit des Schutzes von Mooren zu verbinden. Die Künstler:innenhäuser Worpswede sind mit der JUNGEN AKADEMIE sowie der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo besonders verbunden, da sich aktuell und auf Initiative der KHW eine Städtepartnerschaft zwischen Worpswede und Olevano Romano entwickelt.

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Residenzkünstlerinnen und Leitung Künstlerresidenz 

Marina Naprushkina ist eine belarussische Künstlerin, die sich in ihrer interdisziplinären Arbeit häufig mit Selbstorganisation, Fürsorge-Netzwerken und feministischen Narrativen beschäftigt. Ihr Engagement für soziale Gerechtigkeit und die Auseinandersetzung mit Machtstrukturen, sowohl in Belarus als auch weltweit, zeichnet sie aus. Naprushkina verwendet Malerei, Video und Text, um interaktive Räume zu schaffen, die den Austausch zwischen verschiedenen Gemeinschaften und kulturellen Kontexten in den Blick nehmen. Ihr Wirken als Mitbegründerin der Initiative Neue Nachbarschaft / Moabit zeigt ihre tiefgehende Verbindung zu sozialen und ökologischen Fragestellungen. Zudem hat sie ein ausgeprägtes Interesse an den Schnittstellen von Kunst, Ökologie und Gender. Marina Naprushkina hat an der Frankfurter Städelschule unter anderem bei Martha Rosler studiert und ihre Arbeiten in renommierten Institutionen und Ausstellungen wie zum Beispiel dem Berliner Herbstsalon am Gorki-Theater (2015), der Kyiv Biennial (2017) und der Kunsthalle Wien (2020) ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

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Sophie Seita ist Künstlerin und Forscherin. Sie untersucht Materialität, Gestik, und das spekulative Potential von Archiven. Sie stellt ihre medienübergreifenden Arbeiten international aus, veröffentlicht Künstlerbücher, macht Textilarbeiten und graphische Notationen und leitet experimentelle Workshops zum Thema Stimme, Berührung, Übersetzung und queere Performance. Sie lehrt am Goldsmiths College der University of London. Gemeinsam mit Naomi Woo leitet sie die Hildegard von Bingen Society for Gardening Companions, ein feministischer und queerer Gartenverein, inspiriert von der deutschen Äbtissin Hildegard von Bingen (ca. 1098-1179). Die Zusammenarbeit erfolgt in Form eines gemeinschaftlichen spekulativen Kunst- und Forschungsprojekts mit Schwerpunkt auf der Dekolonisierung und Queering der Geschichte des Gärtnerns. Bisher hat der Verein eine Einzelausstellung im Mimosa House präsentiert, ein Zine namens The Minutes entwickelt, und verschiedene Aufführungen, Rituale und Workshops erarbeitet, die im Nottingham Contemporary, Grand Union, dem Cockpit Theatre, dem Centre for Art and Ecology (Goldsmiths) und Ruta del Castor (Mexiko-Stadt) gezeigt wurden.

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Philine Griem ist Kulturwissenschaftlerin und künstlerische Leiterin der Künstlerhäuser Worpswede. In Forschung, Lehre und Praxis arbeitet sie an den Schnittstellen von Kunst, Politik und Gesellschaft. Sie studierte Kulturwissenschaft sowie Philosophie, Literatur und Ästhetik an der Europa-Universität Viadrina und promoviert derzeit zur Rolle von Kunstförderung als Intervention – am Kulturpolitischen Institut der Universität Hildesheim bei Prof. Dr. Julius Heinicke sowie an der ETH Zürich bei Prof. Dr. Philip Ursprung. Neben akademischen Tätigkeiten war sie an verschiedenen kulturellen Projekten beteiligt, u. a. als Mitgründerin des Berliner Kulturorts MenschMeier.

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