Schering Stiftung

Projekt 

Villa Serpentara

Villa Serpentara
Foto: Akademie der Künste

Villa Serpentara

Villa Serpentara
Foto: Akademie der Künste

Künstlerresidenz in Italien

Villa Serpentara

Künstlerresidenz in Italien

Villa Serpentara

Termin:

01.08.2025 – 30.04.2026


Die Villa Serpentara ist eine Künstlerresidenz der Akademie der Künste, Berlin. Sie wird von der JUNGEN AKADEMIE in Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo betreut. Seit den 1960er Jahren lädt die Akademie der Künste pro Jahr 4 Künstler*innen aller Sparten für eine dreimonatige Residenz nach Italien. Die einzigartige Landschaft wie auch die enge Verbindung zu den Bewohner*innen von Olevano Romano ist ein zentrales Charakteristikum des Stipendiums. Die Villa ist in Olevano Romano, ca. 50 km von Rom entfernt in Latium an einem kunsthistorisch bedeutsamen Ort gelegen. Die Serpentara, der sogenannte Schlangenhain, war Sehnsuchtsziel für Generationen von deutschen Künstler*innen, romantisches Landschaftsideal und Studienort. Vor über 150 Jahren kaufte eine Gruppe von Künstlern das Grundstück, um die Bäume vor der Abholzung zu bewahren. Später schenkten sie es dem deutschen Kaiser und die damalige Preußische Akademie der Künste in Berlin übernahm die Betreuung. Die Aktion kann als frühes Beispiel eines Landschaftsschutzprojekts betrachtet werden.

Künstler*innen und Schriftsteller*innen nutzten den Wald in den vergangenen Jahren für kritische Reflexionen über Natur, Körper und Landschaft. Vor Ort werden Ausstellungen, Lesungen und Konzerte organisiert. Italien ist in hohem Maße von den negativen Auswirkungen des Klimawandels, bspw. Ereignissen wie Erosionen, Überschwemmungen und Dürreperioden, ausgesetzt. Nach einer langen Genehmigungsphase, die seit 2017 andauerte, hat das italienische Ministerium für Umwelt und Energiesicherheit den Nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel im Dezember 2023 genehmigt. Bis heute sind jedoch keine Zahlungen geflossen. In Olevano Romano wird vor allem Landwirtschaft und Weinbau praktiziert. Dürre und die Gefahr von Bränden setzen den Landwirten und Winzern enorm zu.

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Residenzkünstlerinnen und Leitung Künstlerresidenz 

Goda Palekaitė ist Künstlerin, Autorin, Forscherin und Kuratorin und arbeitet an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Performance, künstlerischer Forschung, Literatur und Anthropologie. Ihre Praxis dreht sich um Projekte, die sich mit der Politik historischer Narrative, der Wirkmächtigkeit von Träumen und Fiktion sowie alternativen Wissensdiskursen befassen. In den letzten zehn Jahren präsentierte sie Installationen, Filme und Performances in Einzel- und Gruppenausstellungen an verschiedenen Orten in Europa und darüber hinaus. Seit 2024 ist sie Kuratorin des Alternative Education Program bei Rupert in Vilnius. Sie ist Autorin von drei Büchern sowie verschiedener Essays und experimenteller Texte. Goda Palekaitė hat einen BFA in Bildender Kunst, einen MA in Sozial- und Kulturanthropologie, einen Post-Master in Kunstforschung und einen Ph.D. in Bildender Kunst.

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Dariia (Dasha) Chechushkova machte ihren Abschluss an der Mitrofan Grekov School of Art in Odessa (2014-18) und studierte Kunsttheorie an der Nationalen Kunstakademie in Kyiv (2018-23). Nach dem Angriffskrieg auf die Ukraine war sie gezwungen, nach Lviv zu ziehen. Sie beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Praxis mit der Transformation von Ideen und Konzepten in neue Formen und schafft „total-installative“ Räume, die inspiriert sind von ihren Tagebuch-Skizzenbüchern mit Zeichnungen über moderne Folklore. Weiterhin arbeitet sie mit einer Vielzahl von Medien, darunter Fotografie, Video, Zeichnung, Malerei, Poesie, Stickerei und Happenings.  Ihre Arbeiten handeln häufig von der Art und Weise, wie Individuen mit ihrer Umgebung interagieren und wie sich diese „Harmonie“ mit den jeweiligen (Lebens-) Umständen verändert. Zu ihren aktuellen Interessensschwerpunkten gehören Erinnerung, Denkmäler, Nachahmung (Mimesis) und die Bedeutung von Tradition. Sie lebt in Odessa und Lviv, Ukraine.

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Thomas Höhne (*1993 in Frascati, Italien) ist verantwortlich für die künstlerische Betreuung an der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo. Nach dem Philosophiestudium an der Universität La Sapienza in Rom und an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist er an der Universität La Sapienza und an der Karls-Universität in Prag in Germanistik und Slavistik promoviert worden. Als Freiberufler hat er mit deutschen Institutionen in Italien an Ausstellungs- und Kulturprojekten gearbeitet.

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Clara Herrmann ist seit 2019 Leiterin der JUNGEN AKADEMIE, dem internationalen und interdisziplinären Residenzprogramm der Akademie der Künste in Berlin mit Ateliers in der Villa Serpentara in Olevano, Romano. Sie war von 2013 bis 2018 Leiterin des Programms Digital Solitude der Akademie Schloss Solitude, Stuttgart. Für die verschiedenen Residenzorte hat sie zahlreiche Stipendienprogramme aller Sparten entwickelt wie u. a. das Projekt Mensch Maschine. Sie studierte Literaturwissenschaft, Jura und Kulturmanagement in Konstanz, Berlin, London und Frankfurt (Oder). Sie ist Mitglied im Beirat für Künstlerische Forschung der GKFD sowie Co-Sprecherin des Arbeitskreises deutscher internationaler Residenzprogramme (ADIR). Sie ist Mitherausgeberin der Publikationen Der digitale Kulturbetrieb (2019), The AI Anarchies Book (2024) und Im Schlangenhain – Nella Serpentara (2024) und kuratierte zuletzt die Ausstellungen Broken Machines & Wild Imaginings (2023) und The Breath of a House is the Sound of Voices Within (mit Tomke Braun, 2024). Herrmann lebt und arbeitet in Berlin.

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