Schering Stiftung

Vortrag 

Manic VR

Manic VR
Foto: Kalina Bertin

Bipolar

Ein Vortragsabend über manisch-depressive Störungen

Manic VR
Foto: Kalina Bertin

Bipolar

Ein Vortragsabend über manisch-depressive Störungen

Termin:

11.03.2019, 17:30–19:15 Uhr

Veranstaltungsort:

Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig Krankenhaus (Kesselhaus)
Große Hamburger Straße 5–11
10115 Berlin

Die Veranstaltung ist öffentlich.
Ein spezialisiertes Vorwissen ist nicht erforderlich.
Ohne Anmeldung | Eintritt frei

Tipp: Präsentation von „Manic VR“
11.–17. März 2019
täglich von 13 bis 19 Uhr
im Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32- 34, 10117 Berlin


Die bipolare affektive Störung ist eine schwere psychische Erkrankung, die durch manische und depressive Stimmungsschwankungen charakterisiert ist. Meist ist nicht nur die erkrankte Person selbst von der Störung beeinträchtigt, sondern auch ihr familiäres und soziales Umfeld. Vielen Angehörigen, Freunden oder Arbeitskollegen fehlt das Verständnis für die Erlebniswelt der Erkrankten und sie wissen nicht, wie sie am besten mit den Betroffenen umgehen sollen. Doch gerade dieses Wissen hilft, die Beziehung zu dem oder der Betroffenen über alle Krankheitsphasen hinweg aufrecht zu halten.

Die Schering Stiftung veranstaltet deshalb in Kooperation mit der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus und der International Psychoanalytic University Berlin einen öffentlichen Vortragsabend über bipolare Störungen.

Frau Prof. Dr. med. Dorothea von Haebler, Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Charité Berlin und Professorin an der International Psychoanalytic University Berlin, gibt eine Einführung in die Symptome und den Verlauf der Erkrankung und öffnet unseren Blick für die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten aus psychodynamischer Perspektive.

Frau Professor von Haebler über ihren Vortrag: In der Forschung wird davon ausgegangen, dass bei der Verursachung der bipolaren Störung neben biologischen auch soziale und psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Bei den von der Erkrankung betroffenen Menschen bestehen aus psychodynamischer Sicht meist große Schwierigkeiten, Kränkungen, Enttäuschungen und manchmal auch Erfolge adäquat zu verarbeiten. Die Regulation des Selbstwertgefühls ist damit die grundsätzliche Schwierigkeit, welche auch als Selbstwertdilemma bezeichnet wird.
In der psychodynamischen Psychotherapie wird die eigene Wahrnehmungsfähigkeit von Enttäuschungen und Kränkungen verbessert und die Betroffenen werden dabei unterstützt, neue Werkzeuge zur emotionalen Verarbeitung von schwierigen Situationen zu entwickeln. Die Achterbahnfahrt zwischen Himmel und Hölle vor allem für die Betroffenen, aber auch für ihr Umfeld, kann sich dann zum selbstgesteuerten Fahren mit bekannten Verkehrsregeln entwickeln.

Der Vortrag von Frau Professor von Haebler findet in deutscher Sprache statt.

Anschließend ist die kanadische Filmemacherin Kalina Bertin zu Gast. Bertin hat die Erfahrungen ihrer Schwester Felicia und ihres Bruders François mit der bipolaren Störung zum Anlass genommen, neben einem Dokumentarfilm auch ein Virtual-Reality-Projekt zu entwickeln, welches Einblicke in die komplexe Welt dieser psychischen Erkrankung bietet. Wie schafft man als Geschichtenerzählerin den Sprung von einer linearen Erzählweise zu einer interaktiven VR-Erzählung? Wie beeinflussen Verkörperung und Interaktivität das Lernerlebnis der Nutzer? Welche ethischen Grundsätze gelten bei der Darstellung einer psychischen Erkrankung? Welches Potential hat VR für die psychiatrische Behandlung? Kalina Bertin spricht über den kreativen Prozess bei der Entwicklung von „ManicVR“ und über VR als angehendes Instrument bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen.

Der Vortrag von Kalina Bertin findet in englischer Sprache statt.

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Manic VR 

Ausstellung — 11.03. – 17.03.2019

Kalina Bertin präsentiert im Projektraum der Schering Stiftung ihr Virtual Reality-Projekt „Manic VR“ und ermöglicht den ZuschauerInnen, die Welt der manischen Depression von innen heraus zu erforschen.

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Flyer zum Vortragsabend über Bipolare Störungen

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Die Sprecherinnen 

Kalina Bertin lebt als Filmemacherin in Montreal. Nach Abschluss ihres Studiums der Filmproduktion an der Université du Québec à Montréal wurde ihr schnell bewusst, dass sie entweder mehr über die psychische Erkrankung in ihrer Familie herausfinden musste oder daran kaputtgehen würde. Aus diesem Prozess heraus entstand ihr mehrfach ausgezeichneter Dokumentarfilm „Manic“, in dem sie die Auswirkungen der bipolaren Störung auf ihre Familie beleuchtet. Der 2017 uraufgeführte Film wurde u.a. auf dem Internationalen Filmfestival Moskau und dem Internationalen Dokumentarfilmfestival in Montreal gezeigt und stieß weltweit auf große Zustimmung.
Mit dem Ziel, Empathie und Bewusstsein für bipolare Störungen aufzubauen, drehte Kalina daraufhin „ManicVR“, ein Virtual-Reality-Projekt, das es dem Zuschauer ermöglicht, die Welt der manischen Depression von innen heraus zu erfahren. Kalina arbeitet aktuell an ihrem nächsten Dokumentarfilm.

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Dorothea von Haebler ist Oberärztin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Chariteì Universitätsmedizin Berlin, Professorin und Leiterin des weiterbildenden Masterstudienganges „Interdisziplinäre Psychosentherapie“ der International Psychoanalytic University Berlin sowie Psychotherapeutin in eigener Praxis.

In der Lehre liegen ihre Schwerpunkte in der bedarfsgerechten, berufsgruppenübergreifenden und verfahrensoffenen Psychosentherapie, der psychodynamischen Psychosenpsychotherapie sowie der Vermittlung theoretischer und neurowissenschaftlicher Grundlagen des Phänomens Psychose.

In ihrer Forschung beschäftigt sich Frau Professor von Haebler aktuell mit der  Entwicklung eines Manuals zur modifizierten psychodynamischen Psychotherapie von Menschen mit Psychosen. Zudem führt sie die randomisiert-kontrollierte Wirksamkeitsstudie über die modifizierte psychodynamische Psychotherapie bei Patient*innen mit Schizophrenie (MPP-S Studie) in Kooperation mit der Charité durch.

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Partner 

Eine Kooperation der Schering Stiftung, der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus und der International Psychoanalytic University Berlin im Rahmen der Brain Awareness Week Berlin 2019

Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus
International Psychoanalytic University Berlin
Brain Awareness Week Berlin

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10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

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Donnerstag bis Montag: 13-19 Uhr
Eintritt frei

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