Schering Stiftung

Projekt 

Ausstellungsansicht “Pinar Yoldas: An Ecosystem of Excess“.

Ausstellungsansicht “Pinar Yoldas: An Ecosystem of Excess“.
Foto: Uta Protzmann, © Schering Stiftung

An Ecosystem of Excess

Pinar Yoldas und Regine Hengge

Ausstellungsansicht “Pinar Yoldas: An Ecosystem of Excess“.
Foto: Uta Protzmann, © Schering Stiftung

An Ecosystem of Excess

Pinar Yoldas und Regine Hengge

Termin:

17.11.2014, 20–21:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Haus der Kulturen der Welt
Auditorium
John-Foster-Dulles-Allee 10
10557 Berlin

Freier Eintritt
Auf English


Das „Haus der Kulturen der Welt“ in Berlin hat ein ANTHROPOZÄN-CURRICULUM entwickelt, das Wege für eine transdisziplinäre Wissens- und Bildungskultur erprobt. Als exemplarischer Modellkurs – dem ANTHROPOZÄN-CAMPUS – wird das Curriculum vom 14.11. bis zum 23.11.2014 am HKW erprobt. In einem Gespräch erklären die türkische Künstlerin Pinar Yoldas und die Berliner Mikrobiologin Regine Hengge, wie aus der »Plastiksuppe« – dem mit Tonnen von Plastikmüll verseuchten Pazifischen Ozean – ein Ökosystem spekulativer Lebensformen entsteht.

Die türkische Künstlerin Pinar Yoldas widmet ihre Arbeit dem Great Pacific Garbage Patch, einem Müllstrudel aus mehreren Millionen Tonnen Plastikabfällen im Nordpazifik. Nach der »Ursuppen«-Theorie begann das Leben vor vier Milliarden Jahren in den Meeren, wo anorganische Materie zu organischen Molekülen umgewandelt wurde. Heute ist aus den Meeren eine Plastiksuppe geworden. Pinar Yoldas stellt die Frage, welche Lebensformen aus dem Urschlamm der heutigen Meere entstehen könnten. Mit An Ecosystem of Excess hat sie ein posthumanes Ökosystem spekulativer Organismen mitsamt ihrer imaginären Umwelt geschaffen. Die Arbeit ist ein evolutionäres Experiment, das 2014 für die Dauer ihrer Ausstellung in der Schering Stiftung in Berlin durchgeführt wurde.

Regine Hengge, Professorin für Mikrobiologie an der HU Berlin, hat Bakterien aus Yoldas’ »Plastiksuppe« isoliert und gezüchtet und bezieht diese in ihre Präsentation der visuellen Wunderwelt bakterieller Mikrofilme ein. Wenngleich unsichtbar, besiedeln Bakterien jeden Fleck auf Erden, auch den Körper des Menschen. Sie können sich an extreme Umweltveränderungen anpassen und haben bei der Entstehung unserer heutigen Atmosphäre eine Schlüsselrolle gespielt.

Professor Hengge beschäftigt sich in ihrer wissenschaftlichen Forschung mit Signalübertragungsmechanismen und regulativen Netzwerken bei der Bildung von bakteriellen Biofilmen und Stressreaktionen. Im Zuge ihres Interesses an neuen Ansätzen der Wissenschaftskommunikation engagiert sie sich darüber hinaus in Science & Theatre, einem Langzeitprojekt in Zusammenarbeit mit dem English Theatre Berlin.

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Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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