Schering Stiftung

Veranstaltung 

Ansicht der Publikation „Labor Lab“, 2026

Ansicht der Publikation „Labor Lab“, 2026
Foto: Sarah Ancelle Schönfeld

Sarah Ancelle Schönfeld – Labor Lab

Buchvorstellung

Ansicht der Publikation „Labor Lab“, 2026
Foto: Sarah Ancelle Schönfeld

Sarah Ancelle Schönfeld – Labor Lab

Buchvorstellung

Termin:

07.07.2026, 18–19 Uhr

Veranstaltungsort:

Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin


Sarah Ancelle Schönfeld präsentiert mit Labor Lab ihre neueste Publikation. Entstanden im Anschluss an das gleichnamige Ausstellungsprojekt, das im Herbst 2024 im Projektraum der Schering Stiftung gezeigt wurde, führt das Buch die künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Fragestellungen der Ausstellung weiter.

Das Buch untersucht den menschlichen Körper aus hormoneller und fotografischer Perspektive sowohl als politisches Instrument als auch als Ort der Wissensproduktion. Der Band versammelt vier Essays von Autor*innen, die an den interdisziplinären Diskussionen beteiligt waren, die der Ausstellung von 2024 vorausgingen und sie begleiteten.

Labor Lab ist eine fotochemische Serie, in der flüssige hormonelle Substanzen direkt auf belichtete fotografische Negative aufgetragen werden, wodurch chemische Reaktionen in der Fotoemulsion ausgelöst werden, die später in der Dunkelkammer zu großformatigen Abzügen entwickelt werden. Durch diesen fotochemischen „hack“ entstehen in der Serie Porträts von Hormonen – den Substanzen, die Verbindung, Fortpflanzung, Sex, Geschlecht, Schlaf, Hunger, Altern, Wachstum, Verhütung und Abtreibung untermauern. Die Fotografien verwandeln diese intimen körperlichen Erfahrungen in eine ästhetisch greifbare und zugängliche Form und öffnen sie so für Interpretationen und Debatten.

Das Buch ist bei Spector Books erschienen und ist von Pascal Storz gestaltet.

Zu den Autor*innen des Bandes:

  • Asya Yaghmurian ist Kuratorin und Herausgeberin und lebt in Berlin.
  • Sarah Ancelle Schönfeld ist Künstlerin, die in ihrer Arbeit Wissen aufgreift, es sichtbar macht und transformiert.
  • Esther Leslie ist Professorin für politische Ästhetik und Autorin von Schriften über Farbchemie, Animation, Bildschirme und Mediengeräte.
  • Margarida Mendes ist Forscherin, Kuratorin und Pädagogin und arbeitet an der Schnittstelle von spekulativer Fiktion, Klangpraktiken und Umweltbildung.
  • Jeannie Mosers Arbeit in den Literatur- und Kulturwissenschaften untersucht die Schnittstellen von Sprache, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik.
  • Heiko Stoff ist Medizinhistoriker an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und Mitglied des Sonderforschungsbereichs „Sexdiversity“.

 

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Sarah Ancelle Schönfeld lebt und arbeitet in Berlin und Paris. Ihre Arbeiten wurden in Solo- und Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem bei der Kochi-Muziris Biennale, der Kunsthalle Mainz, der Haus der Kulturen der Welt (HKW) Berlin, im Berghain, der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden, der Wiener Biennale im MAK Wien, den Staatlichen Museen zu Berlin, im Kunstverein Wolfsburg, in der Hamburger Kunsthalle sowie in der Berlinischen Galerie. Schönfeld erhielt eine POUSH-Residenz in Paris, DAAD-Reisestipendien nach Sibirien und Schottland sowie eine Residency in der Villa Aurora in Los Angeles, USA. Außerdem wurde sie mit dem FOAM Talent Award des FOAM Photography Museum in Amsterdam ausgezeichnet und erhielt Förderungen der Stiftung Kunstfonds sowie des Berliner Senats. Im Jahr 2020 wurde sie von der New Mexico State University beauftragt, eine öffentliche Skulptur zu realisieren.

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Asya Yaghmurian ist Kuratorin und Autorin und lebt in Berlin. Ihre Arbeit konzentriert sich auf zeitgenössische künstlerische Praktiken, die sich mit Fragen der Materialität, der Arbeit und der Sichtbarkeitssysteme auseinandersetzen, oft im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischen und sozialen Strukturen. Zu ihren kuratorischen Arbeiten zählen Portable Homelands im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin (2017); Crack Up – Crack Down, die 33. Biennale für Grafik in Ljubljana (2019); die düsseldorf photo+ Biennale für visuelle und akustische Medien (2022 und 2024); den Herbstsalon 7 im Maxim-Gorki-Theater, Berlin (2025); To Everything, Spurn, Spurn, Spurn in der Frieze Cork Street, London (2025); The Event of a Thread. Global Narratives in Textiles: Yerevan in der Nationalgalerie Armeniens, in Zusammenarbeit mit dem ifa (2026); sowie Ecological Translation im Goethe-Institut Athen (2026). Zudem war sie Co-Kuratorin der LagosPhoto 2020 und entwickelte Projekte mit der African Artists’ Foundation in Lagos (2019–2023) sowie der Caravane Earth Foundation in Doha (2023–2024). Neben ihrer kuratorischen Tätigkeit arbeitet Yaghmurian als Herausgeberin von Publikationen und ist Gastdozentin an der Universität der Künste Berlin. Außerdem schreibt sie Beiträge für Kunstpublikationen wie Flash Art und ArtReview.

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Donnerstag bis Freitag: 14-20 Uhr
Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
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