Schering Stiftung

Preisträger*in 

Foto: Christopher Gregory / The New York Times

Kameelah Janan Rasheed

Preis für künstlerische Forschung 2022

Foto: Christopher Gregory / The New York Times

Kameelah Janan Rasheed

Preis für künstlerische Forschung 2022


Kameelah Janan Rasheed ist mit dem Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung (gefördert durch das Land Berlin) 2022 ausgezeichnet worden.

Kameelah Janan Rasheed (*1985, East Palo Alto, Kalifornien, USA) lebt und arbeitet als interdisziplinäre Künstlerin in Brooklyn, im Bundesstaat New York. In ihrer künstlerischen Praxis erkundet Rasheed Themen wie Intertextualität, Lese- und Schreibkompetenz, Archivierung und Ökologie. Sie untersucht Schwarze experimentelle Poetik, Umgangssprachen und Nichtlinearität als Möglichkeiten, von der Erfahrung Schwarzer Menschen zu erzählen und über Methoden des Lernens und Verlernens nachzudenken. Die Künstlerin ist Gründerin von Mapping the Spirit, einem digitalen Archiv, das mithilfe von Interviews, Fotografien, Videos und Ephemera die Glaubens- und spirituellen Welten Schwarzer Menschen in den USA dokumentiert.

In ihrer Praxis sucht Rasheed nach Methoden, Bedeutungen neu zu fassen und geht der Frage nach, wie wir einerseits lesen und wie wir andererseits selbst gelesen und verstanden werden wollen. Sie untersucht Sprache darauf hin, unvollständig, unleserlich und beständig im Wandel begriffen zu sein. Dafür dekonstruiert und rekonstruiert Rasheed die Bedeutung von literarischen und wissenschaftlichen Texten und experimentiert mit Größenverhältnissen, Syntax und Interpunktion. Textauszüge werden so zu fragmentierten Collagen, die entweder gezeichnet oder auf die Wand eines Ausstellungsraums gedruckt oder aber auf Plakatwänden präsentiert werden.

Rasheeds Arbeiten wurden in den USA u. a. im Brooklyn Museum, im New Museum, im MASS MoCA, im Queens Museum, im Bronx Museum, im Studio Museum in Harlem, im Portland Institute for Contemporary Art, im Institute of Contemporary Art, Philadelphia, in der Jack Shainman Gallery, New York, in der Brooklyn Public Library und in der Brooklyn Historical Society ausgestellt. International wurden ihre Arbeiten u. a. bei NOME, in der Transmission Gallery, Glasgow, in der Kunsthalle Wien, im Bétonsalon Centre d’art et de recherche, Paris, in der Contemporary Art Gallery Vancouver, im Artspace Peterborough, auf der 57. Biennale von Venedig und in der National Gallery of Zimbabwe gezeigt. Ihre öffentlichen Installationen waren u. a. im Ballroom Marfa, im Brooklyn Museum, bei For Freedoms x Times Square Art, New York, im Public Art Fund, New York, im Moody Center for the Arts, Houston, und im California Air Resources Board zu sehen.

Die Preisträger*innenausstellung wird im September 2023 in den KW Institute for Contemporary Art eröffnet.

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Die Jury 

Charlotte Klonk studierte Kunstgeschichte an den Universitäten von Hamburg und Cambridge. Nach ihrer Promotion war sie Junior Research Fellow am Christ Church College, Oxford University, und Lecturer an der University of Warwick. Seit 2011 ist sie Professorin für Kunstgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

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Nontsikelelo Mutiti ist eine in Simbabwe geborene bildende Künstlerin. Sie setzt sich dafür ein, die Arbeit und Praktiken Schwarzer Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft durch einen konzeptionellen Ansatz für Design, Veröffentlichung, Archivierung und den Aufbau von Institutionen aufzuwerten. Mutiti hat ein Diplom in Multimedia vom Zimbabwe Institute of Vigital Arts (ZIVA) und einen MFA von der Yale School of Art mit Schwerpunkt Grafikdesign. Mutiti ist die Leiterin der Graduiertenstudiengänge für Grafikdesign an der Yale School of Art. Sie hatte akademische Positionen am Zimbabwe Institute of Vigital Arts (ZIVA), am SUNY Purchase College und an der VCUart der Virginia Commonwealth University inne.

 

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Sinthujan Varatharajah ist politische*r Geograph*in und Essayist*in, die*der zu Staatenlosigkeit, Räumlichkeit und Geographien der (Ohn)Macht forscht und schreibt. 2020 war Varatharajahs Ausstellung "wie man* eine arche bewegt" Teil der 11. Berliner Biennale für zeitgenössische Kunst". Varatharajahs erstes Buch "an alle orte, die hinter uns liegen" erscheint im September 2022 im Hanser Verlag.

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Clara Herrmann

Leitung JUNGE AKADEMIE der Akademie der Künste, Berlin

Clara Herrmann leitet seit 2019 die JUNGE AKADEMIE, das internationale Artist-in-Residence-Programm der Akademie der Künste, Berlin mit Stipendiat*innen aller Kunstsektionen der Akademie und Stipendienprogrammen in Berlin (Deutschland) und Olevano (Italien). Für die JUNGE AKADEMIE entwickelte sie u. a. das Programm „Human Machine“ und initiierte das Projekt „AI Anarchies“ mit Stipendienprogramm, Herbstakademie und Ausstellung. Sie ist Mitglied des Beirats der Gesellschaft für Künstlerische Forschung. Zuvor gründete und leitete sie von 2015-19 das Digital Solitude Programm der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart, für welches sie u. a. das Programm „Web Residencies“ entwickelte. Von 2017 bis 2019 war sie zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kulturmanagement der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) und ist Mitherausgebern des Sammelbandes „Der digitale Kulturbetrieb“. Clara Herrmann hat Literatur- und Rechtswissenschaften sowie Kunst- und Kulturmanagement in Berlin, London und Frankfurt (Oder) studiert.

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Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

KW Institute for Contemporary Art
Senatsverwaltung für Kultur und Europa

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Rabih Mroué

Preis für künstlerische Forschung der Schering Stiftung (gefördert durch das Land Berlin) 2020

 

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