Schering Stiftung

Ausstellung 

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin
Foto: kennedy+swan

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin
Foto: Luis Kürschner

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin
Foto: Luis Kürschner

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin
Foto: Luis Kürschner

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin
Foto: Luis Kürschner

Installationsansichten der Ausstellung "The Red Queen Effect" im Projektraum der Schering Stiftung, Berlin

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Foto: Luis Kürschner

kennedy+swan

The Red Queen Effect

kennedy+swan

The Red Queen Effect

Laufzeit:

11.09. – 12.12.2025

Ausstellungseröffnung:

Mittwoch, 10. September 2025, 18–22 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag und Freitag, 14–20 Uhr
Samstag und Sonntag, 12–20 Uhr

Veranstaltungsort:

Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Wenn Sie die Ausstellung gerne mit einer größeren Gruppe, sei es Schüler*innen oder Studierenden besuchen möchten, wenden Sie sich hierfür bitte an:
Yicheng Xie
+49.30.20 62 29 64
xie@scheringstiftung.de


Im Mittelpunkt der Ausstellung The Red Queen Effect steht ein Paradoxon: Künstliche Intelligenz verspricht medizinischen Fortschritt und neue Erkenntnisse, aber zugleich wächst der Druck, mit den technischen Entwicklungen Schritt zu halten. kennedy+swan untersucht die gesellschaftlichen und ethischen Fragestellungen, die der vermehrte Einsatz von KI in der Medizin aufwirft. Schnellere Diagnosen und präzisere Behandlungen, die angeblich ein längeres und gesünderes Leben ermöglichen, wirken sich sowohl auf individuelle als auch auf kollektive Erwartungen, Ängste und Fantasien aus. KI-Systeme sind hierbei keineswegs neutrale Lösungen; sie sind immer in soziale, politische und wirtschaftliche Strukturen eingebettet. Die Versprechen rund um KI sind geprägt von jenen, die sie entwickeln, kontrollieren und als zukünftiges Allheilmittel inszenieren.

The Red Queen Effect besteht aus zwei Teilen. Die 4-Kanal-Videoarbeit erzählt von der Gründung des fiktiven Start-ups ALICE. Das Unternehmen bietet medizinische Dienstleistungen und Produkte an – zunächst für eine Gruppe von Testpersonen. Der Film beleuchtet die widersprüchlichen Vorstellungen (und Erwartungen), die mit KI-gestützten Angeboten im Gesundheitswesen verbunden sind. Das zweite Werk der Ausstellung besteht aus zwölf Leuchtkästen und trägt den Titel Lung Portraits. Es handelt sich um Aquarelle auf Glas, die mit Chemikalien behandelt wurden. Sie bilden den Ausgangspunkt der ästhetischen Intervention mit einem KI-Modell, das auf die Erkennung von Krebs in Scans von menschlichen Gewebeproben trainiert ist.

Das Künstlerduo kennedy+swan entwickelte die Arbeiten im Rahmen des Stipendiums Art of Entanglement, das von der Schering Stiftung und dem Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD) 2024 ausgelobt wurde.

Die Lung Portraits sind Bildern mikroskopischer Gewebeproben nachempfunden. Im experimentellen Versuch mit den Expert*innen von BIFOLD wurden Scans dieser Aquarelle in das KI-Modell eingespeist. Das System akzeptierte die künstlerischen Werke als medizinisches Bildmaterial und entdeckte, wie in einer Arbeit deutlich zu lesen ist, „eine (…) Ursache für mikropapilläres Mammakarzinom (an (…) origin of micropapillary breast carcinoma)“. Diese und weitere Diagnosen wurden von kennedy+swan per Lasergravur auf die Aquarelle übertragen. Das Experiment zeigt, dass viele der Systeme dazu neigen, scheinbar plausible Diagnosen zu liefern, statt Unsicherheiten einzugestehen. So stellen kennedy+swan die Frage, wie verlässlich KI-Systeme sind, wenn ihre Datengrundlage lückenhaft oder ungenau ist.

In der für die Ausstellung produzierten Videoarbeit stellt das Künstlerduo ALICE vor. 22 Freiwillige bewerben sich, um an einer klinischen Studie teilzunehmen. Es soll darum gehen, die gesundheitsfördernden Produkte und Verfahren von ALICE zu erproben. Unter den Teilnehmenden befinden sich Menschen, die sich  einerseits intensiv mit gesundheitlichen Themen auseinandersetzen und sich andererseits als Transhumanist*innen oder kritische Aktivist*innen betrachten. Ihre Entscheidung, an der Studie teilzunehmen, manifestiert sich in vielfältigen Reaktionen auf KI-basierte Gesundheitstechnologien: Angst, Begeisterung, Skepsis, Hoffnung und Abhängigkeit. All dies wird deutlich in einer Reihe von Interviews zwischen Unternehmen und Testpersonen, wobei die Gesichter von letzteren mithilfe von animierten Aquarellporträts unkenntlich gemacht wurden.

 

 

¹ Der Titel bezieht sich auf die Rote Königin aus Lewis Carrolls Roman Alice hinter den Spiegeln (1871). Die Königin erklärt Alice, dass sie möglichst schnell rennen müsse, um am selben Ort zu bleiben. Die Evolutionsbiologie greift dieses Paradox im Begriff „Red Queen Effect“ auf: Die Hypothese aus dem Jahr 1973 beschreibt, dass Arten sich kontinuierlich weiterentwickeln müssen, um in einer sich verändernden Umwelt bestehen zu können.

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Körper im System: Algorithmische Heilsversprechen

Vortrag — 08.11. – 08.11.2025

Panel auf der Berlin Science Week 2025

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Der Red-Queen-Effekt im Gesundheitssystem: zur Entwicklung, Regulierung und Realität von KI

Vortrag — 21.10. – 21.10.2025

Vortrag von Prof. Dr. Petra Ritter und anschließendes Gespräch mit kennedy+swan

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(Menschliches) Gewebe im Blick der Maschine

Dialog — 13.09.2025

Führung und Gespräch mit kennedy+swan und Nataša Vukajlović im Rahmen der Berlin Art Week

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Galerie

Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
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Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
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Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025
Eröffnung der Ausstellung "The Red Queen Effect" von <em>kennedy</em>+<em>swan</em> im Projektraum der Schering Stiftung, 10. September 2025

Eröffnung

kennedy+swan: The Red Queen Effect

Mediathek besuchen

 

"kennedy+swan interessieren sich schon eine ganze Weile für die Zukunft der nichtmenschlichen Intelligenz und deren Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere, und Menschen''

Birgit Rieger in: tagesspiegel, 10. September 2025

"Auf den Screens wechseln sich 3D-Renderings eines Labors – dessen Ästhetik der Raumgestaltung spürbar eingeschrieben ist – mit fiktiven Bewerber:innen ab, die um Aufnahme in das 'Projekt' Alice bitten. Diese Figuren sind in Aquarelltechnik gemalt: an den Rändern zerfließend, weich und verletzlich, im Kontrast zur kantigen Pixelhärte des 3D-Labors, das an frühe Videospiele erinnert."

Carla Huttenloher in: art-in-berlin, 14. September 2025    

"In ihrem Atelier und darüber hinaus nutzen kennedy+swan ihre künstlerische Praxis als Mittel, um uns zu entschleunigen und uns zu befähigen, kritisch über die Beschleunigung unserer algorithmisch geprägten Zeit nachzudenken."

Lars Holdgate in: Berlin Art Link, 23. September 2025

„Wer diese Ausstellung besucht und auf eindeutige Antworten hofft, kann lange warten. Wie so oft geben die Künstler*innen ganz bewusst keine genaue Lesart mit. Die Betrachter*innen sind selbst gefordert. Es bleibt uns als Zuschauenden überlassen, wo wir uns in diesem Spektrum verorten und welche Konsequenzen wir für unser eigenes Handeln daraus ziehen.“

Carolin Kralapp in: gallerytalk, 4. November 2025

Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

BIFOLD
Technische Universität Berlin
Berlin Art Week

kennedy+swan (gegründet 2013) umfasst die Arbeit der beiden Künstler*innen Bianca Kennedy und Swan Collective. In ihrer Zusammenarbeit erforschen sie die Zukunft nicht-menschlicher Intelligenz und deren Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere, Maschinen und Menschen. Diese Utopien sind von der Vormachtstellung des Menschen befreit, beleuchten die ökologischen Vorteile hybrider Lebensformen und widmen sich dem Beziehungsgeflecht von Mensch und Biotechnologie. kennedy+swan stellen international in Galerien, Museen und auf Festivals aus, u.a. auf der Lyon Biennale, im Gropius Bau Berlin, Kunstmuseum Stuttgart, Museum der bildenden Künste Leipzig, CCBB Rio de Janeiro und beim Sundance Film Festival. 2023 waren sie Stipendiaten des Studio Quantum-Residenzprogramms des Goethe-Instituts in Irland, für 2024/25 erhielten sie das BIFOLD-Stipendium. Sie leben in Berlin.

 

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Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

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Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Freitag: 14-20 Uhr
Samstag und Sonntag: 12-20 Uhr
Eintritt frei

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