Schering Stiftung

Projekt 


Nicole L'Huillier, Hybrid Radio, 2018. Sound Broadcasting Performance für die Swamp School, ein von Nomeda und Gediminas Urbonas kuratiertes Projekt.

Nicole L'Huillier, Hybrid Radio, 2018. Sound Broadcasting Performance für die Swamp School, ein von Nomeda und Gediminas Urbonas kuratiertes Projekt.
Foto: Myles Kramer

Künstler:innen La Certosa, v.l.n.r.: Robert Lippok, Nicole L'Huillier, Jan St. Werner, Michael Akstaller,  Deutscher Pavillon 2024: 60. Internationale Kunstausstellung

Künstler:innen La Certosa, v.l.n.r.: Robert Lippok, Nicole L'Huillier, Jan St. Werner, Michael Akstaller, Deutscher Pavillon 2024: 60. Internationale Kunstausstellung
Foto: Nick Ash

Deutscher Beitrag Venedig Biennale 2024

La Certosa

Deutscher Beitrag Venedig Biennale 2024

La Certosa

Laufzeit:

20.04. – 24.11.2024

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag: 10–18 Uhr
Montags geschlossen
Sonderöffnungszeiten werden demnächst bekanntgegeben

Veranstaltungsort:

Insel La Certosa
30100 Venedig, Italien

Tickets sind über die Venedig Biennale unter: https://labiennale.vivaticket.it/ erhältlich.


Unter dem Titel Thresholds (dt. Schwelle) behandelt der Beitrag für den Deutschen Pavillon zur Kunstbiennale in Venedig 2024 Geschichte und Zukunft aus der Perspektive von insgesamt sechs künstlerischen Positionen. Thresholds steht für die Gegenwart als Schwelle – ein Ort, an dem niemand bleiben kann und den es nur gibt, weil etwas war und etwas sein wird. Die Ausstellung findet neben dem Pavillon in den Giardini della Biennale erstmals an einem zweiten Ort, der Insel La Certosa statt. Mit dem Schritt nach außen fokussiert Thresholds die Bedeutung der Schwelle nicht nur als Moment zeitlicher, sondern auch räumlicher Übergänge nationalstaatlicher und territorialer Repräsentationen.

Der künstlerische Beitrag für den Deutschen Pavillon sucht in drei Szenarien den Umgang mit Schwellen, Stufen und Grenzen. Zwei dieser Szenarien entwickeln die Künstlerin Yael Bartana und der Künstler und Theaterregisseur Ersan Mondtag für den Deutschen Pavillon in den Giardini.

Die Schering Stiftung fördert das dritte Szenario auf der Insel La Certosa. Dort kreieren die Künstler:innen Michael Akstaller, Nicole L’Huillier, Robert Lippok und Jan St. Werner einen in der Natur beheimateten Resonanzraum, der der Monumentalität des Deutschen Pavillons entgegensteht und den Gedanken der Überwindung von Schwellen hervorhebt.

Die 60. Internationale Kunstausstellung – La Biennale di Venezia findet vom 20. April bis 24. November 2024 in Venedig statt. Der Beitrag für den Deutschen Pavillon wird kuratiert von Çağla Ilk.

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Michael Akstaller beschäftigt sich in seiner wissenschaftlichen, künstlerischen und kuratorischen Praxis mit Strömungsforschung, (Hydro-)Akustik und akustischer
Forschung sowie den Beziehungen zwischen Klang und Raum, Bewegung und Performance. Seine künstlerischen und kuratorischen Arbeiten sind oft interdisziplinär
und kollaborativ angelegt und wurden unter anderem im Silent Green, Berlin (2023), im Lenbachhaus München (2022, 2021), in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2022, 2021), bei der 6. Ural Industrial Biennale, Ekaterinburg (2021) und am HKW Berlin (2021) gezeigt. Akstaller war an wissenschaftlichen Institutionen wie der Bundesanstalt für Wasserbau in Karlsruhe, der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg und der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz tätig. Gemeinsam mit Jan St. Werner initiierte er 2017 die Klasse für Dynamische Akustische Forschung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die seit 2021 als eigenständiges Kollektiv mit dem Namen DAF agiert. Er lebt in Nürnberg und Berlin.

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Nicole L'Huillier ist eine transdisziplinär arbeitende Künstlerin und Wissenschaftlerin. Sie erforscht Klänge und Schwingungen als Materialien der Auseinandersetzung mit
Handlungsspielräumen, Identität, Kollektivität und lebendiger Imagination in Installationen, Klang- oder Schwingungsskulpturen, Hör- und Klangapparaten, kybernetischen Klangexperimenten, Performances sowie Gedichten und Texten. 2022 promovierte sie in Media Arts & Sciences am MIT Massachusetts Institute of Technology. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Ming Contemporary Art Museum (McaM), Shanghai (2023), in der ifa-Galerie Stuttgart (2023), auf der Bienal de Artes Mediales Santiago (2023, 2021, 2019, 2017), in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2022), auf der Transmediale, Berlin (2022), der Ars Electronica, Linz (2022, 2019, 2018), im Museo de Arte Contemporáneo (MAC), Santiago de Chile (2022), der 6. Ural Industrial Biennale, Ekaterinburg, (2021) und La Biennale di Venezia – 16. Internationale Architekturausstellung (2018) gezeigt. Nicole L'Huillier lebt in Berlin.

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Robert Lippok ist Musiker und Bildender Künstler. Er gründete 1984 zusammen mit seinem Bruder Ronald Lippok die Band Ornament und Verbrechen. In den 1990er Jahren arbeiteten sie gemeinsam mit Stefan Schneider als “to rococo rot” zusammen und veröffentlichten auf zahlreichen internationalen Labels, darunter Domino, Fat Cat, City Slang, Warp und Sub Rosa. Seit 2001 veröffentlicht Lippok Soloprojekte und entwickelt Soundarbeiten für Künstler:innen, Choreograf:innen und Architekt:innen wie Doug Aitken, Arno Brandlhuber, Julian Charrière, David Chipperfield, Clara Jo oder Constanza Macras. Als Bildender Künstler setzt er sich mit Wahrnehmung, Raumklang und Architektur auseinander. Seine Arbeiten wurden unter anderem im Centro de Exposiciones SUBTE, Montevideo (2023), der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden
(2022), auf der 6. Ural Industrial Biennale, Ekaterinburg (2021), im Gropius Bau, Berlin (2020, mit Joulia Strauss), den Berliner Festspielen (2019), der neuen Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin (2019) und im ZKM: Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe (2018), gezeigt. Robert Lippok lebt in Berlin.

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Jan St. Werner ist Mitbegründer der Musikgruppe Mouse on Mars und veröffentlicht Musik unter eigenem Namen über die Edition Fiepblatter Katalog, vertrieben von Thrill Jockey Records, Chicago. Mitte der 1990er war er Teil des Kölner Kollektivs A-Musik, hat mit Markus Popp (Oval) als Microstoria zusammengearbeitet und Musik für die Künstlerin Rosa Barba entwickelt. Von 2006 bis 2008 war Werner künstlerischer Leiter des niederländischen Studios für Elektro-Instrumentalmusik STEIM. Werner realisierte Klanginterventionen und Ausstellungen in Kunsträumen wie der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden (2023), im Lenbachhaus München (2023), im HKW Berlin (2021), bei der 6. Ural Industrial Biennale, Ekaterinburg (2021), der documenta 14 Athen und Kassel (2017), dem Institute of Contemporary Arts: ICA, London 2009 und der Kunsthalle Düsseldorf 2004. Er war unter anderem Visiting Lecturer am MIT Massachusetts Institute of Technology (2016, 2017). Von 2017 bis 2021 war er Professor an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg. Dort initiierte er mit Michael Akstaller 2017 die Klasse für Dynamische Akustische Forschung, die seit 2021 als eigenständiges Kollektiv DAF agiert. Jan St. Werner lebt in Berlin.

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Partner 

Das Projekt wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

ifa-Institut für Auslandsbeziehungen

 

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Kontakt & soziale Netzwerke

Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49.30.20 62 29 62
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Freitag: 13-19 Uhr
Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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