Schering Stiftung

Projekt 

Infame Perspektiven

Infame Perspektiven
Foto: Don-berlin.com

Infame Perspektiven

Buchpremiere

Infame Perspektiven
Foto: Don-berlin.com

Infame Perspektiven

Buchpremiere

Termin:

15.04.2015, 19:30–21:30 Uhr

Veranstaltungsort:

Theaterbuchhandlung "Einar und Bert"
Winsstraße 72
10405 Berlin

Eintritt: 8,00 €, ermäßigt: 5,00 €
Anmeldung und
Vorverkauf unter: info@einar-und-bert.de

Die Publikation kann über den Buchhandel und beim Verlag Theater der Zeit bezogen werden und kostet 16,00 Euro (ISBN 978-3-95749-030-8)

For english information on the project please click here


Was fasziniert Leser an Erzählungen aus der Sicht von Mördern, Gewalttätern oder Kriegsverbrechern? Die Schilderung gesellschaftlich geächteter Handlungen und Phantasien ruft Abscheu, Ekel oder Scham auf den Plan. Andererseits aber scheint die Einnahme bösartiger Perspektiven in Literatur, Theater, Kino und Computerspielen jederzeit ein sicherer Weg, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Warum ist das so? Die neue Publikation „Infame Perspektiven. Grenzen und Möglichkeiten von Performativität und Imagination“ im Verlag Theater der Zeit dokumentiert die Ergebnisse des Theater- und Forschungsprojektes „Infame Perspektiven“ (2013) von Julian Klein u.a. In Beiträgen von Theatermachern, Autoren, Wissenschaftlern, Kriminalisten und Juristen sowie mit einer Aufzeichnung der künstlerischen Experimente auf DVD werden Möglichkeiten und Grenzen von Performativität und Imagination ausgelotet. Die Buchpremiere findet am 15. April 2015 in der Buchhandlung „Einar und Bert“ in Berlin statt.

Das von der Schering Stiftung geförderte Projekt „Infame Perspektiven“ des !KF Institut für künstlerische Forschung fand im Jahr 2013 in Berlin statt und beschäftigte sich mit einem Mordfall in Belgien. In einem Hotelzimmer in Aalst ermordete 1999 ein Elternpaar seine beiden Kinder. Vor Gericht sagten sie: „Wir wollten nur das Beste für sie.“ Beide wurden für schuldfähig erklärt und zu lebenslanger Haft verurteilt.

Ist es möglich, sich in die Innenwelt solch extremer Figuren hinein zu versetzen? Können wir uns in die Perspektive von Personen hineindenken, deren Handeln wir ablehnen? Wann ist diese Perspektivübernahme hilfreich oder geboten und warum faszinieren Einblicke in Verbrechen Leser, Theater- und Kinobesucher?
Im März 2013 konnten Besucher im Rahmen eines Experiments in den Uferstudios einen Selbstversuch unternehmen: In einer Installation sprachen sie die Rollen der Eltern aus dem Prozess, aufgezeichnet in dem dokumentarischen Drama „Aalst“ von Pol Heyvaert und Dimitri Verhulst. Im Oktober 2013 folgte in den Sophiensaelen die Premiere einer Aufführung, die den Verlauf und die Ergebnisse des Experiments als Theaterproduktion dokumentierte und verarbeitete. Zudem fand ein öffentliches Symposium mit Vertretern von Berufsgruppen statt, die sich infame Perspektiven professionell erschließen müssen: Juristen, Psychiater, Kriminologen, Schriftsteller und Schauspieler, Literatur- und Kunstwissenschaftler.

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10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Freitag: 13-19 Uhr
Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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