Schering Stiftung

Projekt 


Historische Halle Hamburger Bahnhof

Historische Halle Hamburger Bahnhof
Foto: © Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14
Foto: Sebastian Bolesch, © Freunde Guter Musik Berlin/Staatliche Museen zu Berlin

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14
Foto: Sebastian Bolesch, © Freunde Guter Musik Berlin/Staatliche Museen zu Berlin

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14

Eröffnung Susan Philipsz - Part File Score, Hamburger Bahnhof, Berlin, 31.01.14
Foto: Sebastian Bolesch, © Freunde Guter Musik Berlin/Staatliche Museen zu Berlin

Part File Score

von Susan Philipsz

Part File Score

von Susan Philipsz

Laufzeit:

01.02. – 04.05.2014

Ausstellungseröffnung:

Freitag, 31. Januar 2014, 20–22 Uhr

Öffnungszeiten:

Di+Mi 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr, Fr 10–18 Uhr, Sa+So 11–18 Uhr

Veranstaltungsort:

Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Kuratorinnen: Ingrid Buschmann / Freunde Guter Musik Berlin e.V.
Gabriele Knapstein / Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
Weitere Informationen: http://www.musikwerke-bildender-kuenstler.de/

Pressemitteilung als PDF


Ganz dem konzentrierten Hören ist die Ausstellung von Susan Philipsz in der Historischen Halle des Hamburger Bahnhofs gewidmet. Die schottische Künstlerin hat eine 24-Kanal Sound Installation konzipiert, die zum einen auf die ehemalige Funktion des Gebäudes als Bahnhof und zum anderen auf die architektonische Struktur der Halle mit ihren 12 Stahlbögen Bezug nimmt. Als Ort von Abfahrt und Ankunft, von Trennung und Wiederkehr bringt die Künstlerin den ehemaligen Bahnhof in Verbindung mit dem bewegten Leben des in den 1920er und 1950er Jahren in Berlin beheimateten Komponisten Hanns Eisler (1898–1962).

Einem künstlerischen Prinzip folgend, das Philipsz bereits für ihre 2012 auf der dOCUMENTA (13) in Kassel präsentierte Arbeit „Study for Strings“ anwandte, hat die Künstlerin die Noten der Kompositionen im Studio einzeln aufgenommen. Sie werden wiederum separiert über 24 entlang der Historischen Halle installierte Lautsprecher wiedergegeben. Mit dieser akustischen Arbeit und 12 großformatigen Grafiken, in denen Partiturseiten Eislers mit Seiten aus den ihn betreffenden Akten des FBI überlagert werden, sucht Philipsz eine Annäherung an Eislers Ästhetik der displaced form, um Themen wie die der Lebensreise und der Erfahrung von Trennung, Überwachung und Vertreibung aufzurufen.

Hanns Eisler, der in den 1930er Jahren nach Amerika emigrierte und 1948 die USA aufgrund seiner prokommunistischen politischen Überzeugungen schweren Herzens wieder verlassen musste, setzte sich zum einen mit der Zwölftonmusik auseinander, wandte sich zum anderen aber auch ‚populären’ Genres wie der Bühnen- und Filmmusik zu. Er komponierte zahlreiche Lieder, darunter Lieder für Arbeiterchöre sowie Kundgebungen der internationalen Arbeiterbewegung und 1949 die Nationalhymne der DDR.

Susan Philipsz (*1965 in Glasgow), die 2010 den renommierten Turner Prize gewann, arbeitet in ihrer Auseinandersetzung mit musikalischen und literarischen Vorlagen sowie mit spezifischen historischen Konstellationen überwiegend mit dem Medium Klang. Die seit 2001 in Berlin lebende Künstlerin greift häufig bekannte Lieder und Popsongs auf, die sie mit ihrer eigenen Stimme vorträgt und aufnimmt, um damit im Ausstellungs- oder im städtischen Raum ein auf den jeweiligen Ort bezogenes akustisches Environment zu schaffen. In jüngerer Zeit wählt sie verstärkt instrumentale Kompositionen und akustisches Material wie Field Recordings oder Radiosignale, bearbeitet dieses und inszeniert es nach intensiver Recherche für einen bestimmten Ort. Da das Werk von Susan Philipsz an der Schnittstelle von Bildender Kunst und Musik sich ausgezeichnet in den Fokus unserer Förderung einfügt, unterstützt die Schering Stiftung die erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin in Berlin.

Die Ausstellung von Susan Philipsz findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe Musikwerke Bildender Künstler statt, die seit 1999 von Freunde Guter Musik Berlin in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie und seit 2002 mit dem Festival MaerzMusik der Berliner Festspiele durchgeführt wird.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Schering Stiftung.

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Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
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