Schering Stiftung

Vortrag 

Mscr. Dresd. Db 93, fol. 340r (Ausschnitt).

Mscr. Dresd. Db 93, fol. 340r (Ausschnitt).
Foto: SLUB, Dresden Sammlungen

CMG-Lecture on Ancient Medicine 2011

The Scientificity of Ancient Medicine

Mscr. Dresd. Db 93, fol. 340r (Ausschnitt).
Foto: SLUB, Dresden Sammlungen

CMG-Lecture on Ancient Medicine 2011

The Scientificity of Ancient Medicine

Termin:

17.03.2011, 18:30–20 Uhr

Veranstaltungsort:

Berlin-Brandenburgische Akadmie der Wissenschaften
Leibnizsaal
Markgrafenstraße 38
10117 Berlin

Vortrag in englischer Sprache
Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://cmg.bbaw.de


Das altertumswissenschaftliche Akademienvorhaben “Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) lud zur 3. „CMG-Lecture on Ancient Medicine“ ein. Die Vorlesungsreihe hatte zum Ziel, ausgewählte Themenbereiche der antiken Medizin und ihre aktuelle Relevanz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Der diesjährige Gastredner war Sir Geoffrey Lloyd sprach zum Thema „The Scientificity of Ancient Medicine“. Die Lecture wurde von der Schering Stiftung ermöglicht.

Sir Geoffrey Lloyd ist Mitglied der British Academy, der American Academy of Arts and Sciences und der International Academy of the History of Science. Er lehrte als Professor für Antike Philosophie und Wissenschaft am Darwin College in Cambridge, war Vorsitzender des East Asian History of Science Trust und leitete in dieser Funktion das Needham Research Institute.

Die Lecture ist eine Veranstaltung des altertumswissenschaftlichen Akademienvorhabens „Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“, das in der Tradition des „Corpus Medicorum Graecorum“ steht und dessen Schriftenreihen betreut.

Der Referent schreibt zum Vortrag:
„Den Ausgangspunkt meiner Überlegungen bilden zwei konkurrierende Ansichten: die eine begreift die hippokratische Medizin als erste rationale, systematische und somit wissenschaftliche Medizin, während ihr die andere aufgrund ihrer großen Distanz zur modernen Biomedizin jeglichen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit streitig macht. Durch Einbeziehung anderer Traditionen, vornehmlich der chinesischen, lässt sich das Blickfeld erweitern. Die hippokratische und spätere griechische Medizintradition zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich mit epistemologischen und methodologischen, sprich: wissenschaftsphilosophischen Fragen auseinandersetzen. Diese Tatsache lässt sich aus dem besonderen polemischen Kontext, in dem griechische Ärzte arbeiteten, ableiten. Diese These soll mit vergleichbaren Quellen aus China überprüft werden.“

Eine Einleitung aus wissenschaftsgeschichtlicher Perspektive hielt Prof. Dr. Gerd Graßhoff, Professor für Wissenschaftsgeschichte der Antike an der Humboldt-Universität zu Berlin und Sprecher des Exzellenzclusters TOPOI. Moderiert wurde der Vortrag von Dr. Roland Wittwer, Leiter des Akademienvorhabens „Galen als Vermittler, Interpret und Vollender der antiken Medizin“.

Die Schering Stiftung unterstützte die CMG-Lecture, da es ihr ein wichtiges Anliegen ist, das öffentliche Verständnis von Wissenschaft und Forschung zu verbessern und den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu fördern.

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