Schering Stiftung

Projekt 

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle
Foto: Antonella Travascio

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle
Foto: Antonella Travascio

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle

Nico and the Navigators, Petite messe solennelle
Foto: Antonella Travascio

Petite messe solennelle – Ein Oratorium als Bildertheater

von Nico and the Navigators

Petite messe solennelle – Ein Oratorium als Bildertheater

von Nico and the Navigators

Termin:

22.06.2012, 19–21 Uhr

Veranstaltungsort:

Radialsystem V
Holzmarktstraße 33
10243 Berlin

Karten zu den Aufführungen sowie weitere Informationen erhalten Sie beim Radialsystem V oder pèlerinages – Kunstfest Weimar


Nach Ihrer gefeierten Uraufführung der „Petite messe solennelle“ vom Ensemble Nico and the Navigators im Herbst 2011 wird die Produktion im RADIALSYSTEM V wieder aufgenommen: Unter der Leitung der Regisseurin Nicola Hümpel und des Dirigenten Nicholas Jenkins werden erneut zwölf Sänger, drei Pianisten und vier Performer die „Petite Messe solennelle“ von Gioachino Rossini auf ihre ganz individuelle Art und Weise interpretieren und mit heutigem Blick auf das Werk die zwiespältige Welt Rossinis wieder aufleben lassen.

Bereits der Titel, den Rossini seinem Werk gab, ist ein Widerspruch in sich: eine „Missa Solemnis“, eine besonders feierliche Messe, soll es sein, zur Einweihung der Kapelle eines befreundeten Grafen verfasst, allerdings – mit einem Augenzwinkern des Komponisten versehen – nur eine „Kleine“. Die Bezeichnung Rossinis für seine letzte Messe hat weniger mit der von ihm explizit vorgesehenen „kleinen“ Besetzung mit zwei Klavieren und Harmonium zu tun, sondern eher mit seiner bemerkenswerten Begabung zur Selbstironie. Die Komposition des über siebzigjährigen, italienischen Opernspezialisten erscheint mit ihrer musikalischen Sprache gleichwohl wie in den Tempobezeichnungen („Allegro Cristiano“) und Manuskripteintragungen an den „Lieben Gott“ wie ein Sinnbild für die Zerrissenheit seiner Seele zwischen Glaube, Zweifel und Humor. Sie entführt den Hörer und Zuschauer in die Welt eines lebensbejahenden Zweiflers – zwischen zarten Gefühlen, intellektueller Dekadenz und den Nachwehen der Revolution.

Nico and the Navigators wurden 1998 von Nicola Hümpel und Oliver Proske am Bauhaus Dessau gegründet. Von Berlin aus haben sie sich seither mit ihrer bildstarken Handschrift in der europäischen Theaterlandschaft durchgesetzt. Mit Tragikomik und Poesie legen sie ihre Finger in die Wunden der Zeit und überraschen inzwischen auch die internationale Welt des Musiktheaters. Ende Mai 2011 wurde die Compagnie für ihre Arbeit als herausragendes Ensemble der freien Theaterszene mit dem George-Tabori-Preis ausgezeichnet.

Mit Gesang, Tanz und Schauspiel erforschen Nico and the Navigators Rossinis „Petite Messe solennelle“ in Bildern und übersetzen sie in ihre eigenwillige Sprache. Ihre unkonventionelle und geistvolle Art, Meisterwerke der klassischen Musik kompromisslos ungewohnt, aber zugleich zeitgemäß zu interpretieren, sie mit ausdrucksstarken Bildern zu versehen und damit dem Publikum neue Sichtweisen auf diese Musik zu erschließen, hat die Schering Stiftung überzeugt, das Projekt zu unterstützen.

Nico and the Navigators:
Petite messe solennelle

Oratorium als Bildertheater / Glaubensbekenntnisse im 21. Jahrhundert
von Gioachino Rossini

Die Uraufführung der „Petite messe solennelle“ von Nico and the Navigators fand im Rahmen des „pèlerinages“ – Kunstfestes Weimar statt:

Uraufführung: 2. September 2011, 20.00 Uhr, Theater Erfurt

Nicola Hümpel, Konzept / Regie
Nicholas Jenkins, musikalische Leitung
Oliver Proske, Bühne
Frauke Ritter, Kostüm
Andreas Fuchs, Lichtdesign

Von und mit Michael Adair, SooJin Anjou, Nikolay Borchev / Pauls Putnins, Milos Bulajic, Ulf Bunde, Philipp Caspari, Sean Clayton, Peter Fasching, Jan Gerdes, Adrian Gillott, Annerose Hummel, Yui Kawaguchi, Julla von Landsberg, Ulrike Mayer, Laura Mitchell, Ted Schmitz, Patric Schott, Elizabeth Weisberg, David Zobel

Eine Produktion von „pèlerinages“ Kunstfest Weimar und Nico and the Navigators. In Koproduktion mit dem Grand Théâtre Luxembourg, den Bregenzer Festspielen (Kunst aus der Zeit) den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Theater Erfurt. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Schering Stiftung, die Augstein Stiftung und aus Mitteln des Landes Berlin. In Kooperation mit der Opéra Comique Paris, der Opéra de Dijon und der Radial Stiftung.

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Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

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Donnerstag bis Freitag: 13-19 Uhr
Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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