Schering Stiftung

Projekt 


re.act.feminism

re.act.feminism

Laufzeit:

13.12.2008 – 08.02.2009

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Montag, 13–19 Uhr


Vom 13. Dezember 2008 bis zum 8. Februar 2009 zeigt das internationale Performanceprojekt „re.act.feminism“ in der Akademie der Künste, Berlin, seine exemplarische Bestandsaufnahme genderkritischer Performancekunst der 1960er und 70er Jahre und ihrer aktuellen ‚Wiederkehr’ in Form von Re-Inszenierungen und Aneignungen durch junge Künstlerinnen heute.

Die Performance war in den 1960er und 70er Jahren das ideale Medium für die Erforschung des (weiblichen) Körpers jenseits von Zuschreibung und Deformation und stand für den Versuch, Identitäten spielerisch oder gewaltvoll neu zu erfinden. Nicht zuletzt war Performance ein Medium für kollektive und politische Aktion und die neu entdeckte Videokunst eine ideale Möglichkeit, diese meist spontanen Arbeiten filmisch festzuhalten.

Das Ausstellungsprojekt „re.act.feminism“ zeigt in Filmen, Fotos, Objekten und Installationen wegweisende Performances von mehr als 20 internationalen Künstlerinnen, die den gesellschaftlichen Aufbruch dieser beiden Jahrzehnte in den westlichen Kunstzentren wie auch in Ost- und Südosteuropa mit ihren künstlerischen Positionen mitgestaltet haben. Gleichzeitig untersucht die Ausstellung die zeitgenössische Szene und stellt aktuelle Strategien von Wiederaneignung, archivarischen Projekten und Re-Inszenierungen vor. Ein Videoarchiv ermöglicht selbständige Einblicke in ca. 70 Videoperformances und Dokumentationen. Live-Performances und eine Tagung im Januar 2009 runden das Programm ab. Eine der beteiligten jungen Künstlerinnen ist die serbische Künstlerin Tanja Ostojic, die derzeit das von der Schering Stiftung vergebene Köstlin Jubiläumsstipendium erhält. Auch sie ist im Januar 2009 mit einer Live Performance in der Akademie der Künste zu sehen.

Im Anschluss an die Berliner Ausstellung wird das Videoarchiv im Frühjahr 2009 auf dem „International Festival of Contemporary Arts – City of Women“ in Ljubljana sowie im Kunsthaus Erfurt präsentiert.

Die Schering Stiftung unterstützt dieses engagierte Projekt von Bettina Knaup und Beatrice E. Stammer, da es zugleich eine umfassende Retrospektive der feministisch beeinflussten Performancekunst der 1960er und 70er Jahre als auch ein Forum zeitgenössischer Performanceansätze darstellt, die sich in teils radikaler und experimenteller Weise mit dem weiblichen Körper und der Rolle der Frau in der Gesellschaft auseinandersetzen. Der Dialog zweier Künstlerinnengenerationen erweitert so einen neuen Blick auf die künstlerischen Strategien der Performerinnen in den USA, in West-, Ost- und Südosteuropa sowie in der ehemaligen DDR.

Programm re.act.feminism

Ausstellung:
13. Dezember 2008 bis 8. Februar 2009
Eröffnung: 12. Dezember 2008, 19 Uhr
Live-Performances und Tagung: 22. bis 25. Januar 2009

Akademie der Künste Berlin
Hanseatenweg 10
10557 Berlin

Ein Projekt von cross links e.V., kuratiert von Bettina Knaup und Beatrice E. Stammer

Filmausschnitte aus den live-Performances und die gesammelten Vorträge des Kongresses (als Audiofiles) finden Sie auf der Website www.reactfeminism.org

Fotos:
Einleitender Kurztext: Kate Gilmore: Star Bright, Star Might, 2007, Video Still, Courtesy: die Künstlerin und Smith-Stewart Gallery © Kate Gilmore
Bild rechts oben: Ewa Partum: Poem by Ewa, 1971 © Ewa Partum/VG Bild-Kunst, Bonn 2008
Bild rechts unten: Esther Ferrer: Intimo y Personal Performance, MACBA Barcelona 1998 © Esther Ferrer

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Eintritt frei

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