Schering Stiftung

Preisträger*in 

Gisbert Schneider ist Professor für Computer-Assisted Drug Design am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet des zielgerichteten Moleküldesigns mit maschinellen Lernmethoden.

Gisbert Schneider ist Professor für Computer-Assisted Drug Design am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich. Er gilt als Pionier auf dem Gebiet des zielgerichteten Moleküldesigns mit maschinellen Lernmethoden.
Foto: Daniel Winkler / ETH Zurich

Petra und Gisbert Schneider mit dem dreidimensionalen Modell eines Proteins, für das potenzielle Arzneistoffe mittels künstlicher Intelligenz entworfen wurden. Das Forscherpaar arbeitet seit über 30 Jahren gemeinsam an der Entwicklung und praktischen Anwendung von innovativen Computermethoden für die pharmazeutische Forschung.

Petra und Gisbert Schneider mit dem dreidimensionalen Modell eines Proteins, für das potenzielle Arzneistoffe mittels künstlicher Intelligenz entworfen wurden. Das Forscherpaar arbeitet seit über 30 Jahren gemeinsam an der Entwicklung und praktischen Anwendung von innovativen Computermethoden für die pharmazeutische Forschung.
Foto: Daniel Winkler / ETH Zurich

Gisbert Schneider im Gespräch mit einem Mitarbeiter und dem „Kollegen Computer“. Die von Schneiders MODLAB Team entwickelte KI-Software liefert wertvolle Vorschläge für die Wirkstoffforschung. Die intensive wissenschaftliche Diskussion ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den Erkenntnisgewinn.

Gisbert Schneider im Gespräch mit einem Mitarbeiter und dem „Kollegen Computer“. Die von Schneiders MODLAB Team entwickelte KI-Software liefert wertvolle Vorschläge für die Wirkstoffforschung. Die intensive wissenschaftliche Diskussion ist dabei eine wichtige Voraussetzung für den Erkenntnisgewinn.
Foto: Daniel Winkler / ETH Zurich

Gisbert Schneider mit Mitarbeiter:innen im Molecular Design Laboratory (MODLAB) an der ETH Zürich. Im MODLAB werden neue Computerverfahren für die medizinische Chemie entwickelt und in die unmittelbare praktische Anwendung überführt.

Gisbert Schneider mit Mitarbeiter:innen im Molecular Design Laboratory (MODLAB) an der ETH Zürich. Im MODLAB werden neue Computerverfahren für die medizinische Chemie entwickelt und in die unmittelbare praktische Anwendung überführt.
Foto: Daniel Winkler / ETH Zurich

In Gisbert Schneiders interdisziplinärer Arbeitsgruppe an der ETH Zürich kommen Wissenschaftler:innen aus der Informatik und den Ingenieurs- und Naturwissenschaften zusammen.

In Gisbert Schneiders interdisziplinärer Arbeitsgruppe an der ETH Zürich kommen Wissenschaftler:innen aus der Informatik und den Ingenieurs- und Naturwissenschaften zusammen.
Foto: Daniel Winkler / ETH Zurich

Gisbert Schneider

Ernst Schering Preis 2022

Gisbert Schneider

Ernst Schering Preis 2022


Gisbert Schneider gilt als Vorreiter auf dem Gebiet des zielgerichteten Moleküldesigns mit maschinellen Lernmethoden. Der Biochemiker und Bioinformatiker hat neue Wege beschritten und die Künstliche Intelligenz (KI) so weit vorangetrieben, um heute zuverlässig die Wirksamkeit von Arzneistoffen vorherzusagen. Seine Methode baut dabei auf dem Wissen über bekannte Wirkstoffe, Naturstoffe und deren Wirkungen auf und entwirft mittels KI neue Arzneimittelkandidaten mit gewünschten Eigenschaften. Durch seine exzellente Forschungsleistung und seinen unermüdlichen Einsatz für den Technologietransfer konnte er erfolgreich das Vertrauen der Industrie gewinnen und so die Grundlage für den Einsatz dieser Methoden in der Praxis der modernen Biomedizin schaffen. Heute ermöglicht diese Technologie bereits eine vielfach effizientere Identifikation potenzieller Arzneistoffe und erhöht damit deutlich die Erfolgschancen bei der Entwicklung neuer Medikamente.

Gisbert Schneider ist Professor für Computer-​Assisted Drug Design am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich und Direktor des Singapore-ETH Centre. Für seine herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Moleküldesigns, insbesondere der Entwicklung maschineller Lernmethoden zur Vorhersage der Aktivität pharmakologischer Wirkstoffe, erhält Gisbert Schneider den Ernst Schering Preis 2022. Der Transfer dieses innovativen Konzepts in die medizinische Chemie und chemische Biologie wird als ein wichtiger Beitrag zur Theorie und Praxis der modernen Biomedizin gewürdigt.

Gisbert Schneider wurde vom Stab des Präsidenten der ETH Zürich für den Ernst Schering Preis nominiert. Dr. Chris Luebkeman, Leiter des Strategic Foresight Hub im Präsidialstab der ETH Zürich, der bei der Verleihung mit dem Preisträger ein Gespräch zu seiner Forschungsleistung führen wird, sagt: „Die Entdeckung von Medikamenten ist ein langwieriger und mühsamer Prozess. Gisbert Schneider erkannte das Potenzial des maschinellen Lernens, um die Entdeckung neuer medizinischer Wirkstoffe zu beschleunigen und deren Auswahl effizienter zu gestalten. Seine tiefe Überzeugung und konsequent vorangetriebene Umsetzung dieses neuen Ansatzes führten auf einem bisweilen unpopulären Weg zu einem Paradigmenwechsel in der Arzneistoffforschung. Ich freue mich daher sehr, dass Schneiders außergewöhnliche Leistungen mit dem Ernst Schering Preis 2022 gewürdigt werden.“

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Begleitveranstaltungen 

Schüler*innenvortrag: Künstliche Intelligenz in der modernen Arzneimittelforschung

30.09.2022

Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin-Tegel (nicht öffentlich)

Public Scientific Lecture

Vortrag — 29.09.2022

This year's Ernst Schering Prize Laureate, Prof. Gisbert Schneider, will present his latest research results to a scientific audience.

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Ernst Schering Prize Lecture 2022

Vortrag — 29.09.2022

Prof. Dr. Gisbert Schneider präsentiert seine Forschung auf dem Gebiet des Moleküldesigns und der Entwicklung maschineller Lernmethoden zur Vorhersage der Aktivität pharmakologischer Wirkstoffe.

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Preisverleihung 2022

Preisverleihung — 29.09.2022

Die Schering Stiftung verleiht dem Biochemiker und Bioinformatiker Gisbert Schneider den Ernst Schering Preis. Die Ärztin und Forschungsgruppenleiterin Sarah Kim-Hellmuth erhält den Friedmund Neumann Preis.

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Lebenslauf

Prof. Dr. Gisbert Schneider

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Ernst Schering Preis Jury 

Stefan Kaufmann ist Gründungsdirektor und Direktor der Abteilung für Immunologie des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin sowie Professor für Mikrobiologie und Immunologie am Charité Universitätsklinikum Berlin. Er studierte Biologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, wo er mit summa cum laude promovierte. Die Habilitation im Fach Immunologie und Mikrobiologie folgte 1981 an der Freien Universität Berlin. Von 1987 bis 1991 war er Professor für medizinische Mikrobiologie und Immunologie und von 1991 bis 1998 Ordinarius für Immunologie an der Universität Ulm.

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Pico Caroni ist seit 1995 Senior-Gruppenleiter am Friedrich Miescher Institute (FMI) for Biomedical Research und Professor für Neurobiologie am Biozentrum der Universität Basel. Er studierte Biochemie an der ETH Zürich und forschte anschließend über die Regeneration im Zentralnervensystem in der Arbeitsgruppe von Martin Schwab am Institut für Hirnforschung der Universität Zürich. Seit 1989 forscht er am FMI – zunächst als Junior-Gruppenleiter – über die Plastizität in definierten neuronalen Schaltkreisen und Systemen. Dabei interessieren ihn neben den Grundlagen von Lernen und Gedächtnis auch die Einflüsse von Genmutationen auf die Schaltkreise und die daraus resultierenden psychischen Störungen.

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Carl-Henrik Heldin ist seit 1992 Professor für Molekulare Zellbiologie an der Universität Uppsala, Schweden. Von 1986 bis 2017 war er Direktor des Ludwig Institute for Cancer Research in Uppsala. Professor Heldin ist Vorsitzender der Nobelstiftung, des Science for Life Laboratory sowie der European Molecular Biology Organization. Sein Forschungsinteresse gilt den Mechanismen der Signalübertragung durch Wachstumsregulationsfaktoren sowie ihre Normalfunktion und Rolle bei Erkrankungen. Ein wichtiges Ziel ist die Erforschung des möglichen klinischen Nutzens von Signaltransduktionsantagonisten.

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Britta Eickholt ist seit 2011 Professorin für Molekulare und Zelluläre Biochemie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Sie promovierte 1998 am Guy’s Hospital in London. In 2001 erhielt sie eine Lecturship am King’s College London und startete ihre eigene Forschungsgruppe am ‚MRC Centre for Developmental Neurobiology‘. Sie wurde 2010 zur Professorin für Molecular Neurobiology am King’s College ernannt, bevor sie ihrem Ruf in 2011 nach Berlin folgte. In ihrer Forschung beschäftigt sich Britta Eickholt mit Mechanismen der Signaltranduktion, die dynamische Prozesse des Zytoskelett in neuronalen Zellen regulieren.

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Martin Oestreich ist seit 2011 Professor für Organische Chemie (Synthese & Katalyse) an der TU Berlin. Seine Berufung wurde durch eine Einstein-Professur der Einstein Stiftung Berlin unterstützt. Er studierte Chemie an den Universitäten Düsseldorf, Manchester und Marburg (1991–1996) und wurde an der Universität Münster promoviert (1996–1999). Nach einem Postdoktorat an der University of California at Irvine (1999–2001) habilitierte er sich an der Universität Freiburg (2001–2005). Von 2006 bis 2011 war Martin Oestreich Professor für Organische Chemie an der Universität Münster. Gastprofessuren führten ihn nach Cardiff (2005), Canberra (2010) und Kyoto (2018). Seine Forschungsinteressen reichen von homogener Katalyse mit Hauptgruppenelementen bis hin zur Aufklärung von Reaktionsmechanismen.

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Simone Schürle forscht auf dem Gebiet der Biomedizintechnik und ist Assistenzprofessorin für Responsive Biomedizinische Systeme an der ETH Zürich. Sie schloss ihr Studium 2009 am Karlsruher Institut für Technologie in Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Mikro/Nanosysteme ab. Danach wechselte sie an die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ), wo sie sich mit magnetischen Manipulationstechniken für biomedizinische Anwendungen beschäftigte. Für ihre Doktorarbeit erhielt sie die ETH-Medaille und für ihre Postdocs am Koch Institute for Integrative Cancer Research am Massachusetts Institute of Technology, wo sie von 2014-2017 als Postdoc forschte, Stipendien vom SNF, DAAD und der Society in Science. Neben Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit und Bildung ist sie als Global Future Council für das Weltwirtschaftsforum tätig. Sie ist auch Mitbegründerin von MagnebotiX, einem jungen Spin-off der ETHZ.

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