Schering Stiftung

Symposium 

Stipendiatentreffen 2005

Stipendiatentreffen 2005

Termin:

01.06.2005


Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus England, Italien und Spanien, aus Finnland, Polen und der Schweiz, aus den USA und Kanada, und aus Deutschland, allesamt exzellent in ihrem Gebiet, kamen im Juni 2005 zum StipendiatInnentreffen der Schering Stiftung nach Berlin, um sich auszutauschen. Dabei ging es nicht nur um das Gespräch miteinander, sondern auch um die Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als WissenschaftlerIn in der Gesellschaft. „Wie können wir den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit verbessern?“, war eine der Fragen, die im Rahmen eines Workshops diskutiert wurde.

Onkologie, Signalübertragung, Endokrinologie, Neurowissenschaften, Chemie, Bioinformatik und Zellbiologie waren die Schwerpunktthemen des wissenschaftlichen Programms. In vier Sitzungen und einer zentralen Posterpräsentation stellten zahlreiche TeilnehmerInnen ihre aktuellen Forschungsergebnisse vor. Das bot vielen die Gelegenheit, über den unmittelbaren Rand des eigenen Forschungsgebiet hinauszublicken.

Der wissenschaftliche Austausch war aber nur ein Schwerpunkt. Zusätzlich sollten sich die JungakademikerInnen ihrer Verantwortung gegen-über der Gesellschaft bewusst werden. Gelegenheit hierzu bot der Workshop „Public Understanding of Science“. Außerdem bekamen elf StipendiatInnen im Anschluss an das Treffen die Möglichkeit, an einem Medien- und Kommunikationstraining teilzunehmen. „Dieses Angebot ist Teil eines übergeordneten Programms, mit dem wir langfristig junge Wissenschaftler unterstützen und ihre Entwicklung zu führenden Persönlichkeiten in der Wissenschaft fördern möchten“, so Monika Lessl, Vorstand der Schering Stiftung. Weitere Veranstaltungen zu anderen nützlichen Themen sind geplant – etwa mit Tipps für junge AkademikerInnen, die erstmals eine eigene Arbeitsgruppe zusammenstellen oder ein größeres wissenschaftliches Projekt steuern.

Im Rahmen des Treffens stellte sich auch die Deutsche SchülerAkademie vor. Diese – unter anderem von der Schering Stiftung unterstützte – Einrichtung führt mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten so genannte Akademien durch. Das sind gut zweiwöchige Ferienseminare, in denen Schüler sich intensiv mit Themen unterschiedlicher Fachgebiete befassen und an wissenschaftliches Arbeiten sowie an moderne Präsentationstechniken herangeführt werden.

Allein 2005 fanden sieben solcher Akademien mit insgesamt 640 Teilnehmern statt. Auf dem Berliner StipendiatInnentreffen berichteten zwei Schülerinnen von ihren eigenen Erfahrungen während einer solchen Akademie. „Wir würden uns wünschen, wenn wir einigen der teilnehmenden JungakademikerInnen Lust gemacht haben, sich einmal an der Deutschen SchülerAkademie zu beteiligen“, so Monika Lessl. Schließlich seien bei jeder Akademie auch wissenschaftliche ExpertInnen dabei, die die einzelnen Kurse und Workshops fachlich betreuen.

Für einen Exkurs vom übrigen Programm sorgte Susanne Weirich. In ihrem Vortrag „Alternate Endings“ gab die Installationskünstlerin eine Übersicht über einige ihrer Arbeiten. Arbeiten, die sie immer auch „an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft“ sieht – nicht zuletzt, weil „ich mich bei den umfangreichen Recherchen am Anfang meiner Projekte wissenschaftlicher Arbeitsmethoden bediene“. Zum Teil suche sie sogar die Zusammenarbeit mit WissenschaftlerInnen – etwa als sie für die Videoinstallation „Der Ereignishorizont“ – einem Begriff aus der Physik – MitarbeiterInnen des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik einbezog.

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