Schering Stiftung

Ausstellung 

"beyond SE(A)nse", 2018, Riga-Biennale: Gerüche aufgenommen in der Ostsee, Lettland, Chemielaborinventar, Laborglas
Foto: © RIBOCA/Ivan Erofeev

Sissel Tolaas

22 – Molecular Communication (the process), 2019

"beyond SE(A)nse", 2018, Riga-Biennale: Gerüche aufgenommen in der Ostsee, Lettland, Chemielaborinventar, Laborglas
Foto: © RIBOCA/Ivan Erofeev

Sissel Tolaas

22 – Molecular Communication (the process), 2019

Laufzeit:

11.04. – 24.06.2019

Ausstellungseröffnung:

Mittwoch, 10. April 2019, 18–21 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Montag, 13–19 Uhr, Vormittagsführungen für Schulklassen und Seniorengruppen nach Vereinbarung

Veranstaltungsort:

Schering Stiftung
Unter den Linden 32–34
10117 Berlin


Die aus Norwegen stammende und in Berlin lebende Geruchsforscherin und Künstlerin Sissel Tolaas kartografiert und archiviert Gerüche auf der ganzen Welt. Sie hat bislang 52 Geruchsprofile internationaler Metropolen erstellt und erforscht die Geruchslandschaften von Küsten und Ozeanen. Für die Ausstellung „22 – Molecular Communication“ ermittelt Tolaas den Duft der Berliner Müllerstraße im Stadtteil Wedding. Dieser Ort ist für die Geschichte der Schering Stiftung von besonderer Bedeutung: Ende der 1860er Jahre hatte der gelernte Apotheker Ernst Schering die gesamte Chemikalienproduktion vom Stammhaus, der Grünen Apotheke in der Chausseestraße, in eine größere Produktionsstätte in der Müllerstraße verlegt und dort den Grundstein eines florierenden Pharmageschäftes gelegt, das mehr als ein Jahrhundert lang den Industriestandort Berlin prägte.

In der zweiteiligen Ausstellung, die die Schering Stiftung in Kooperation mit der Galerie Wedding organisiert, trägt der erste Teil den Untertitel „Molecular Communication“. Der Ausstellungsraum ähnelt einem historischen Chemielabor, bestückt mit den originalen Laborgeräten der Schering AG, in dem die Geruchsbausteine der Müllerstraße einzeln oder in Gestalt molekularer Verbindungen erschnuppert werden können. So wird nicht nur der Geruch analytisch in seine einzelnen Bestandteile zerlegt, sondern auch Einblick in die Forschungstätigkeit der Künstlerin und ausgebildeten Chemikerin Sissel Tolaas gewährt.

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Über das Riechen 

"There is a whole world to smell and a whole world to educate how to smell."

Sissel Tolaas

Partner 

Die Ausstellung wird organisiert in Kooperation mit der Galerie Wedding.

Die Künstlerin 

Sissel Tolaas studierte Chemie, Bildende Kunst, Linguistik und Mathematik in Oslo, Moskau, St. Petersburg und Oxford. Seit den 1990er Jahren baute sie diverse Geruchsarchive auf und unterzog sich sieben Jahre lang einem intensiven Geruchstraining. Eines ihrer ersten urbanen olfaktorischen Forschungsprojekte wurde im Jahr 2004 auf der 3. Berlin Biennale ausgestellt. Tolaas hatte dafür systematisch die Gerüche der Berliner Stadtteile Mitte, Kreuzberg, Neukölln, Reinickendorf und Charlottenburg erforscht und nachgebaut.
Kurze Zeit später gründete sie das Smell Re_search Lab, das sich bis heute in Berlin-Wilmersdorf befindet und von dem internationalen Konzern IFF (International Flavors and Fragrances) unterstützt wird.
Tolaas bezeichnet sich als „professional in-betweener“ und ist in der Wissenschaft ebenso Zuhause wie in der Kunst. Sie war Teil des Art & Science-Projektes „Synthetic Aesthetics“, arbeitete mit Wissenschaftler*innen des Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik an einem Vokabular zur präzisen Verbalisierung von Gerüchen und zeigte ihre Arbeit weltweit, darunter zuletzt auf der Riga Biennale (2018), im Museum of Modern Art (2016 / 2010), im Hamburger Bahnhof (2017 / 2004), im Museum Tinguely (2015) oder in der Stiftung Thyssen-Bornemisza Art Contemporary in Wien (2017-19).

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Kontakt & soziale Netzwerke

Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Montag: 13-19 Uhr
Eintritt frei

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