Schering Stiftung

Ausstellung 

OMI : Yemoja Temple - Internal Energy Render

OMI : Yemoja Temple - Internal Energy Render
Foto: Image courtesy of Olaniyi Studio

Tabita Rezaire [Amakaba] x Yussef Agbo-Ola [Olaniyi Studio]

OMI LIBATIONS

OMI : Yemoja Temple - Internal Energy Render
Foto: Image courtesy of Olaniyi Studio

Tabita Rezaire [Amakaba] x Yussef Agbo-Ola [Olaniyi Studio]

OMI LIBATIONS

Laufzeit:

25.04. – 07.07.2024

Ausstellungseröffnung:

Mittwoch, 24. April 2024, 18–21 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag und Freitag, 13–19 Uhr
Samstag und Sonntag, 11–19 Uhr

Veranstaltungsort:

Projektraum der Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin


OMI LIBATIONS ist eine Einzelausstellung der Künstlerin Tabita Rezaire und des Künstlers sowie Architekten Yussef Agbo-Ola in Zusammenarbeit mit dem Olaniyi Studio.

Im Zentrum der Ausstellung steht eine von beiden Künstlern entworfener Struktur, betitelt OMI : Yemoja Temple, die der Yoruba Orisha-Gottheit Yemoja gewidmet ist. Yemoja gilt im Pantheon des westafrikanischen Volkes der Yoruba als Muttergottheit der Flüsse und Meere sowie aller darin lebenden Wesen.

Die Ausstellung rückt Wasser, als Ursprung allen Lebens, in den Fokus. Die konzeptionelle Grundlage bildete eine Forschungsreise, die Rezaire und Agbo-Ola mit den Wissenschaftler*innen Alex Jordan und Anja Wegner vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie in Konstanz unternahmen. Ihre Forschungen führten sie nach Tansania, wo sie die einheimische Wasserfauna, darunter Fische, Korallen und Mikroorganismen, studierten.

Der begehbare und alle Sinne ansprechende Tempel holt deren Habitat nach Berlin und lädt die Besucher*innen dazu ein, eine Verbindung zu diesem Lebensraum, der für die Yoruba gleichermaßen von biologischen wie spirituellen Lebewesen bewohnt wird, einzugehen. Auf der gestrickten textilen Oberfläche des Pavillons, entworfen vom Olaniyi Studio, deren einzelne Stoffelemente in Nigeria nach jahrhundertealter Technik indigoblau gefärbt wurden, finden sich abstrahierte Darstellungen solcher Meeresorganismen, die das künstlerisch-wissenschaftliche Team bei ihren Tauchgängen entdeckt und untersucht hat.

Im Inneren des Tempels erwarten die Besucher*innen Gaben für die Meeresgöttin, darunter Blumen und Honig. Eine immersive Klanginstallation verbindet rituelle Gesänge mit gesprochenen künstlerischen und wissenschaftlichen Reflektionen über das Wasser als Ökosystem.

OMI : Yemoja Temple ist demnach weit mehr als ein architektonisches Bauwerk: Als Erfahrungsraum vereint er wissenschaftliche Forschung mit spirituellen Aspekten und erweitert biologische sowie ökologische Perspektiven der Forschung um einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl indigene Technologien als auch Wissenssysteme integriert.

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Die Künstler*innen 

Tabita Rezaire

Künstlerin

Tabita Rezaire wird endlos als Heilerin wiedergeboren. Kunst nutzt sie als Mittel, um in Arbeiten, die sich verschiedenen, miteinander verketteten Problematiken und Fragen annehmen, Verbindungslinien zwischen organischen, elektronischen, spirituellen und wissenschaftlichen Phänomenen aufzuspüren. Diese imaginiert und präsentiert sie als Heilungstechnologien. Rezaire navigiert durch das digitale und körperliche Gedächtnis sowie das Vermächtnis und Gedächtnis der Ahnen. Sie setzt sich mit mystischen Konzepten und wissenschaftlichen Fragestellungen auseinander, um seit der Kolonialzeit existierende Misstände, die bis heute die Körper-Geist-Seele Matrix unserer Gesellschaften in ein Ungleichgewicht versetzen, aufzuzeigen. In Rezaires Arbeiten vereinen sich Technologie, Forschung und Spiritualität. Diese Kombination bildet einen fruchtbaren Boden für Visionen von Ganzheitlichkeit und Emanzipation von Konventionen und Denkweisen. Durch künstlerische Arbeiten wie Videoarbeiten und Installationen, durch Heilkreise und die verantwortungsvolle Pflege von Körper und Geist, was auch die Bewirtschaftung von Land einschließt, möchte sie mit ihrer Praxis die Gemeinschaft stärken und Fähigkeit zum Wir fördern.

Die Künstlerin lebt in der Nähe von Cayenne in Französisch-Guyana. Dort hat sie AMAKABA geschaffen, einen Lebens- und Erfahrungsraum. Dieser Ort vereint die Kraft der Erde (durch den Anbau von Kakao), die Pflege des Körpers (durch Doula / Geburtsbegleitung und Yoga) und die Erkundung des Sternenhimmels sowie des Universums, um dem Bemühen um kollektive Heilung in den Wäldern des Amazonas eine Form zu geben.

Rezaires Werk wurde international in renommierten Kunstinstitutionen wie dem Centre Pompidou, dem Palais de Tokyo, dem Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris; dem Museu de Arte de Sao Paulo (MASP), den Serpentine Galleries, dem Institute of Contemporary Art, dem Victoria and Albert Museum, der Tate Modern, dem Museum of Modern Art, dem New Museum, dem Museum of Contemporary African Diasporan Arts (MoCADA), dem Gropius Bau und auf internationalen Biennalen in Sydney, Shanghai, Guangzhou, Kochi, Athen, Helsinki, Busan und Berlin ausgestellt. Tabita Rezaire wird von der Goodman Gallery in Johannesburg, Südafrika vertreten.

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Yussef Agbo-Ola ist Architekt, Künstler und Gründer von Studio Olaniyi. Er lebt in London und im Amazonasgebiet von Französisch-Guayana.
In seiner Praxis behandelt er künstlerische, architektonische und anthropologische Fragestellungen, indem er experimentelle Räume, beispielsweise Pavillons, schafft, die unsere Wahrnehmung von Ökosystemen und geologischen Beziehungen neu ausrichten. Jenseits der Gestaltung solcher Räume umfasst seine künstlerische Praxis auch Fotografie, Performance, Klang und Text.
Agbo-Ola studierte in London zunächst Bildende Kunst an der University of the Arts und danach Architektur am Royal Collage of Art. Er hat Kunst- und Architekturprojekte für Institutionen, darunter die Vereinten Nationen, realisiert. Seine Arbeiten wurden in namhaften Institutionen ausgestellt und im Rahmen renommierter Großausstellungen gezeigt, unter anderem im Institute of Contemporary Art in London, in den Serpentine Galleries, auf der Sharjah Architekturtriennale in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Architekturbiennale in Venedig, im Palais de Tokyo in Paris und im Tai Kwun Arts Center in Hongkong.
Darüber hinaus ist Agbo-Ola als Dozent an der Columbia University Graduate School of Architecture, Planning and Preservation in New York tätig. Dort leitet er das experimentelle Designstudio der Fakultät für Advanced Architectural Design.

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