Schering Stiftung

Preisträger*in 

Dr. Ilona Murati-Laebe, Prof. Dr. Christoph Stölzl, Cornelia Renz, Mark Gisborne, Dr. Hubertus Erlen

Dr. Ilona Murati-Laebe, Prof. Dr. Christoph Stölzl, Cornelia Renz, Mark Gisborne, Dr. Hubertus Erlen

Cornelia Renz

Förderpreis Bildende Kunst 2005

Dr. Ilona Murati-Laebe, Prof. Dr. Christoph Stölzl, Cornelia Renz, Mark Gisborne, Dr. Hubertus Erlen

Cornelia Renz

Förderpreis Bildende Kunst 2005


Die Bilder von Cornelia Renz sind keine kontemplative Erforschung der Psyche, sondern erzählen Geschichten von Aktion und Kommunikation, von Aggression bis zu Gewalt und Grausamkeit. Sie zwingt den Betrachter zur Auseinandersetzung mit diesen Themen, die im selben Maß, in dem sie in den Medien über-präsent sind, verdrängt und neutralisiert werden. Ihre Arbeiten lassen offen, ob sie den Gedanken der Mädchen und jungen Frauen, des Betrachters oder einer tatsächlich existierenden Realität Ausdruck verleiht.

Aus dem Kreis der nominierten Künstler gab die Jury bereits im Vorfeld der Ausstellung die 1966 in Kaufbeuren geborene Künstlerin Cornelia Renz als Preisträgerin des Förderpreises Bildende Kunst der Schering Stiftung bekannt. In ihrer Beurteilung ehrt die Jury die Arbeit der jungen Künstlerin im Maße ihrer hohen Qualität, in ihrer eigenständigen künstlerischen Position und im Potential für eine weitere künstlerische Entwicklung. Die figurativen Arbeiten der in Leipzig studierten Meisterschülerin von Sighard Gille sind von einem zwischen Absurdität und Normalität changierenden Personal bevölkert.

Jurymitglied Armin Zweite, Direktor der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, analysiert den suggestiven Charakter von Cornelia Renz‘ Arbeiten mit großer Aufmerksamkeit für die dargestellte Allianz zwischen Sentimentalität und Schrecken. Mädchen zumeist oder Kindfrauen, dargestellt mit der „Brüchigkeit von innerer Bildlogik und bewusster Irreführung des Betrachters“. Armin Zweite ordnet Cornelia Renz‘ Beitrag zur zeitgenössischen Kunst folgendermaßen ein: „(Sie) reagiert mit ihren Werken auf ein spezifisches Zeitgefühl. Das zeichnet sich dadurch aus, dass die Emanzipationshorizonte offenbar weitgehend verbaut sind und dass der Existenzgrund bodenlos geworden zu sein scheint. (…) Die sozialen Rollen definieren sich, so der Eindruck, kaum noch über Funktion, Aufgabe, Status von Personen, sondern über die Codierung der jeweiligen Erscheinung, die sich durch Ausstattung und Maskerade definiert.“

Weitere Informationen zur Künstlerin

  • Geboren 1966 in Kaufbeuren.
  • 1993-1998 Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB), Leipzig, Diplom / Meisterschülerin bei Sighard Gille

Stipendien und Auszeichnungen

  • 1996 Schüngelpreis
  • 1998 Reisestipendium der europäischen Stiftung Germination
  • 1999 Stipendium des Freistaates Sachsen
  • 2001 Marion Ermer Preis, Oktogon der Hochschule für bildende Künste Dresden

Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl)

  • 1996  100 Sächsische Grafiken, Neue Sächsische Galerie, Chemnitz, Schüngelpreis
  • 1997  Kunststudenten stellen aus, 13. Bundeswettbewerb, Kunst- und Ausstellungshalle der BRD
  • 1998  freibad, f-Raum e.V., Städtisches Kaufhaus, Leipzig – h-auswärts, f-Raum e.V., Haus Löhrstraße, Leipzig – baboons are dangerous, Diplomausstellung, Leipzig – Germinations X, The Factory, Athen
  • 1999  100 Sächsische Grafiken, Dresdner Bank, Leipzig – Germinations X, het Elzenveld, Antwerpen – von mir aus, Kunstverein Rüsselsheim
  • 2000  Klasse Gille, Galerie Timm Gierig, Frankfurt am Main – Das große Glück, Sparkasse Leipzig (E)
  • 2001  Meisterschüler 2001, Galerie der HGB Leipzig – Remember, Regierungspräsidium Leipzig (E) – Young Artists in Transition, He Xianing Gallery, Shenzhen, VR China
  • 2002  Kostprobe, Hotel Leipziger Hof, Leipzig – Marion Ermer 2, Jenoptik Werke, Jena – Leipziger Jahresausstellung, Leipzig
  • 2003  rekord, Galerie rekord, Berlin – Büro Spors, Berlin (E)
  • 2004  Eden, Galerie rekord, Berlin (E) – rekord aus Berlin, Overbeck-Gesellschaft, Lübeck – dancing lines, Galerie Christa Burger, München, gemeinsam mit Caro Suhrkämper

E = Einzelausstellung

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Nominierte 

Thomas Dillmann schafft in seinem Werk akkurat komponierte, komplexe Landschaftsszenen von zumeist weit gefassten Horizonten, aber auch Teilbeobachtungen einzelner Gebäude­gruppen. Obwohl fast fotorealistisch anmutend, entziehen sie sich jeder Greifbarkeit. Die häufig wie vernebelt scheinenden Bilder, die bar jedes menschlichen Lebens sind, lösen trotz ihrer vordergründigen "Schönheit" Beklemmung aus. Denn die trotz ihrer detaillierten Ausarbeitung auf ihre Grund­strukturen reduzierten Bilder stellen die Frage, wo und wie in diesen Welten menschliches Leben war oder zukünftig gestaltet sein könnte.

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Justine Otto beschäftigt sich in ihren Bildern mit den Gefühlswelten von Kindern und Jugendlichen. In ihren von kräftigen Farben bestimmten Bildern meint man, den Aufruhr kindlicher Gefühle unmittelbar spüren zu können. So verschafft sie dem Betrachter einen fast schon schamlos intimen Einblick in deren Erlebniswelt. Ihre abgründigen Darstellungen stellt sie gegen ein vordergründiges, oberflächliches, auf Repräsentation gerichtetes Verhalten, das in der heutigen Informationsgesellschaft zunehmend anzutreffen ist.

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Markus Willekes Arbeiten sind (fast immer) großformatig, gewaltig, kraftvoll und von überbordender Eindringlichkeit. Seine Motive, die häufig aus Szenen der Film- und Medienwelt entstanden sind, prallen dem Betrachter entgegen. Hinter dem meist isolierten Motiv verbirgt sich die Geschichte, der Kontext, dem es entnommen ist. Hier scheint der Eindruck, den die Bilderflut der medialen Welt hinterlässt, am unmittelbarsten umgesetzt zu sein.

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Jongsuk Yoon führt zurück zum poetischen, leisen Ausdruck der Dinge. Ihre teils gemalten, teils gestickten Arbeiten versprühen eine zurückhaltende Leichtigkeit. Es gelingt ihr, trotz sorgfältig durchdachter Komposition, trotz des schon fast pedantisch Kleinteiligen der Stickerei, welche die Bildmotive bestimmt oder überlagert, eine Offenheit und Heiterkeit der zumeist dem Alltag entnommenen Szenen zu erzielen. In Yoons Bildern ist das Leben ernst, aber nicht schwer. Es scheint, dass die europäische Maltradition mit den Ansätzen asiatischer Ästhetik hier eine glückliche Verbindung findet.

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Partner 

Die Ausstellung/Veranstaltung wird in Kooperation mit folgenden Partnern realisiert:

Berlinische Galerie

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