Schering Stiftung

Vortrag 

Prof. Dr. Georg Büchel

Prof. Dr. Georg Büchel

40 Jahre Uranerzabbau im Erzgebirge

Sanierung einer Region als Jahrhundertaufgabe

Prof. Dr. Georg Büchel

40 Jahre Uranerzabbau im Erzgebirge

Sanierung einer Region als Jahrhundertaufgabe

Termin:

26.05.2016, 18–20 Uhr

Veranstaltungsort:

Schering Stiftung
Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Anmeldung erforderlich unter: 030-20622965 oder anmeldung@scheringstiftung.de


23,3 Mrd. Euro sollen die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke als Rücklagen für die Zwischen- und Endlagerung des Atommülls an einen öffentlich-rechtlichen Fonds überweisen. Diesen Kompromiss konnte die Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Atomausstiegs Ende April erwirken. Doch ist das finanzielle Risiko für den deutschen Steuerzahler damit beherrschbar? Blickt man auf die Sanierung des sogenannten Wismut-Gebietes in Sachsen und Thüringen, in dem zwischen 1946 und 1990 die hoch radioaktiv strahlende, uranhaltige Pechblende durch die SAG/SDAG Wismut großflächig abgebaut wurde, werden die Dimensionen, die radioaktiver Müll durch seine Entsorgung erzeugt, klarer. Allein für die Sanierung von 1.500 km offenem Grubenbau, 311 Mio. m³ Haldenmaterial und 160 Mio. m³ radioaktiven Schlämmen stellt der Bund bis 2045 ca. 8 Mrd. Euro bereit. Der Geologe Prof. Dr. Georg Büchel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena gibt Einblicke in dieses umfangreiche Sanierungsprojekt.

Die SDAG Wismut war zeitweise der drittgrößte Uranproduzent der Welt. Kurz nach der Wende, im Mai 1991, wurde der Tief- und Tagebau eingestellt und die Wismut GmbH zur Sanierung der Uranbergbauhinterlassenschaften gegründet. Diese umfasst vor allem die Haldensanierung, die Verfüllung des Tagebaus, die Wasserbehandlung sowie die Demontage und den Abbruch der Industrieanlagen.

In seinem Vortrag wird der Prof. Dr. Büchel Einblicke in dieses umfangreiche Sanierungsprojekt geben und neueste Forschungsansätze vorstellen. So entwickelt er gemeinsam mit Mikrobiologen in geo-biologischen Arbeitsgruppen Verfahren, um mithilfe von Mikroorgansimen die Bodenqualität in dem Wismut-Gebiet zu verbessern.

Der Vortrag findet anlässlich der Ausstellung Pechblende (Kapitel 1) der Künstlerin Susanne Kriemann statt, die noch bis 5. Juni in unserem Projektraum zu sehen ist.

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Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Freitag: 13-19 Uhr
Samstag und Sonntag: 11-19 Uhr
Eintritt frei

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