Schering Stiftung

Ausstellung 

Susanne Kriemann, Pechblenden 1 (AMNH), 2015, Autoradiogramm, Test 1/1, Ausstellungsstück C59072, Pechblende, Sachsen, Deutschland, aus der Sammlung des American Museum of Natural History, 20x25 cm.

Susanne Kriemann, Pechblenden 1 (AMNH), 2015, Autoradiogramm, Test 1/1, Ausstellungsstück C59072, Pechblende, Sachsen, Deutschland, aus der Sammlung des American Museum of Natural History, 20x25 cm.
Foto: © Susanne Kriemann

Susanne Kriemann, Pechblenden 2 (MfN), 2016, Autoradiogramm, Test 3, 2/10, Ausstellungsstück 2002_7869, Pechblende, Sachsen, Deutschland, aus der Sammlung des Museum für Naturkunde, Berlin, 20x25 cm.

Susanne Kriemann, Pechblenden 2 (MfN), 2016, Autoradiogramm, Test 3, 2/10, Ausstellungsstück 2002_7869, Pechblende, Sachsen, Deutschland, aus der Sammlung des Museum für Naturkunde, Berlin, 20x25 cm.
Foto: © Susanne Kriemann

Susanne Kriemann

Pechblende (Kapitel 1)

Susanne Kriemann

Pechblende (Kapitel 1)

Laufzeit:

18.03. – 05.06.2016

Ausstellungseröffnung:

Donnerstag, 17. März 2016, 19–21 Uhr

Öffnungszeiten:

Donnerstag bis Montag, 13–19 Uhr

Veranstaltungsort:

Schering Stiftung
Unter den Linden 32–34
10117 Berlin

Für Interviewanfragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Andrea Bölling
Tel. +49.30.20 62 29 60
boelling@scheringstiftung.de


Die Schering Stiftung präsentiert die neue Arbeit Pechblende (Kapitel 1) von Susanne Kriemann, in der die in Berlin lebende Künstlerin – ausgehend vom Mineral Pechblende (Uraninit) – die Geschichte wissenschaftlicher und fotografischer Prozesse anhand der miteinander verwobenen Schauplätze Labor, Archiv, Museum und Bergwerk erzählt.

In den Jahren 1946–89 wurde die hoch radioaktiv strahlende Pechblende im Erzgebirge durch die Wismut AG/SDAG großflächig abgebaut. So wurde die DDR zum drittgrößten Uranproduzenten der Welt und trug wesentlich zur atomaren Aufrüstung der UdSSR bei. Nach dem Mauerfall begann die Renaturierung der Landschaft, die bis 2045 abgeschlossen sein soll. Die andauernde radioaktive Strahlung gerät dabei jedoch zusehends in Vergessenheit.

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Kriemann mit der sowohl realen als auch politischen Unsichtbarkeit von Radioaktivität und recherchierte dazu am American Museum of Natural History (New York), in den National Archives (Washington DC), am Museum für Naturkunde (Berlin) und am Museum Uranbergbau (Bad Schlema).

In „Pechblende (Kapitel 1)“ reflektiert Kriemann die künstlerischen Möglichkeiten, Unsichtbares
sichtbar zu machen. Sie bedient sich dabei sowohl analoger fotografischer Methoden als auch der Autoradiografie – einer Technik, bei der fotosensitives Material durch radioaktive Objekte selbst belichtet wird. Die Künstlerin kombiniert ihre Autoradiogramme mit Archivmaterial sowie musealen Objekten, um die radioaktive Strahlung zu beleuchten, die es vermag, trotz des emittierten Lichtes unsichtbar zu bleiben.

Parallel zeigt Prefix Institute of Contempory Art, Toronto, noch bis zum 26. März 2016 den Prolog dieser Arbeit von Susanne Kriemann. In „Pechblende (Prologue)“ kombiniert die Künstlerin ihre eigenen Autoradiogramme und Fotogramme mit Archivbildern aus unterschiedlichen Quellen, darunter Luftbildaufnahmen und wissenschaftliche Fotografien, auf denen die radioaktive Verseuchung von Tieren, Pflanzen und Menschen deutlich wird.

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Begleitveranstaltungen 

Salon Pechblende

14.04.2016, 12–17 Uhr

im Exzellenzcluster der Humboldt-Universität zu Berlin
Susanne Kriemann, Künstlerin
Susan Schuppli, Goldsmiths, University of London
Dr. Ralf Thomas Schmitt, Museum für Naturkunde
Frank Weißflog, Besucherbergwerk Pöhla
Christina Landbrecht und Friederike Schäfer; Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung, HU Berlin
Moderation: Isabelle Busch
Ein Projekt in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin.

Künstlergespräch und Buchpräsentation

Künstlergespräch — 03.06.2016

Die in Berlin lebende Künstlerin wird im Gespräch das neu erschienene Buch im Rahmen der Ausstellung "Pechblende (Kapitel 1)" in der Schering Stiftung vorstellen.

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Wie verstrahlt ist das Erzgebirge?

Veranstaltung — 29.05.2016

Die Sendung Wissenswerte im inforadio des rbb beschäftigte sich mit der Sanierung des Uranabbaugebietes im Erzgebirge.

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40 Jahre Uranerzabbau im Erzgebirge

Vortrag — 26.05.2016

Der Geologe Prof. Dr. Büchel von der Friedrich-Schiller-Universität Jena wird Einblicke in das umfangreiche Sanierungsprojekt geben und neueste Forschungsansätze vorstellen.

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Galerie

Susanne Kriemann

Ausstellungseröffnung "Pechblende (Kapitel 1)" am 17. März 2016

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Einladung

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Partner 

Ein Projekt in Kooperation mit dem Prefix Institute of Contemporary Art, Toronto, und dem Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung der Humboldt-Universität zu Berlin, gefördert vom Kunstfonds Bonn.
Wir danken Lutz Seiler, dem American Museum of Natural History, New York, dem Museum für Naturkunde, Berlin, und dem Museum Uranbergbau, Bad Schlema, für die freundliche Unterstützung.

Kurzbiographie 

Die Künstlerin Susanne Kriemann, geboren 1972 in Erlangen, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte unter Joseph Kosuth und Joan Jonas an der Akademie der Bildenden Künste (Stuttgart) und anschließend im „programme de recherche“ an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts (Paris). In ihren expansiven Arbeiten kombiniert sie häufig eigene Bilder mit gesammelten und gefundenen Fotografien, um sich mit Themen rund um Historiographie, Archivwissen und den Querverbindungen zwischen Kunst, Literatur und Archäologie auseinanderzusetzen. Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzelausstellungen in ganz Europa zu sehen, so zum Beispiel im Künstlerhaus Stuttgart, in der Kunsthalle Winterthur, im Arnolfini Center for Contemporary Arts (Bristol) und im 21er Haus (Wien). Neben ihren Installationen hat Susanne Kriemann zahlreiche Künstlerbücher veröffentlicht, darunter Duskdust (Sternberg Press, 2016), Ray (Roma, 2014), Ashes and broken brickwork of a logical theory (Roma, 2011) und One Time One Million (Roma, 2009). Sie war zuletzt ‚Visiting Scholar’ an der Parsons The New School of Design (New York). Seit 2013 ist sie ‚Advisor’ an der Jan Van Eyck Academie (Maastricht, Niederlande).

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Kontakt & soziale Netzwerke

Schering Stiftung

Unter den Linden 32-34
10117 Berlin

Telefon: +49 - 30 - 20 62 29 65
Email: info@scheringstiftung.de

Öffnungszeiten
Projektraum

Donnerstag bis Montag: 13-19 Uhr
Eintritt frei

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